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Bundesamt für Naturschutz

Fördern

Konzepte zur Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume sowie zur Aufrechterhaltung der vielfältigen Leistungen, die die Ökosysteme für uns Menschen als notwendige Lebensgrundlage erbringen, brauchen eine wissenschaftlich belastbare Basis. Sie müssen umsetzbar, in der Praxis erprobt und vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen weiterentwickelt werden. Zugleich gilt es, wertvolle Natur- und Kulturlandschaften auch langfristig zu sichern.

Deshalb fördert und betreut das BfN Naturschutz-Großprojekte, Forschungsvorhaben und Modellprojekte, die allesamt gemeinsam mit externen Partnern durchgeführt werden. Der enge Kontakt zu Akteuren und Institutionen der regionalen und lokalen Ebene stellt sicher, dass die Interessen der Menschen vor Ort in die Projekte einfließen. Das BfN nutzt die in den Projekten gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen über den Zustand der Natur und die sozioökonomischen Bedürfnisse der Menschen, um auch künftig dem Naturschutz in Theorie und Praxis wichtige Impulse geben zu können.

Alle Förderprogramme setzen eine finanzielle Beteiligung des Antragstellers voraus.

Förderprogramme und -titel

Das Bundesamt für Naturschutz setzt verschiedene Förderprogramme und -titel des Bundes im Naturschutz um.

Bei den Naturschutzgroßvorhaben geht es um die großflächige Sicherung unseres Naturerbes. Für die Auswahl der Gebiete gibt es eindeutige Kriterien: ein hohes Maß an Naturnähe, nationale Bedeutung, Großflächigkeit, Bedrohung und die Beispielhaftigkeit der Maßnahmen. Die Förderung selbst umfasst vorrangig den Ankauf oder die langfristige Pacht von Flächen, Ausgleichszahlungen für naturschutzbedingte Auflagen und Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung der Flächen. Gerade die Naturschutzgroßprojekte werden aber auch häufig zum Motor für eine nachhaltige Regionalentwicklung, von der die Menschen vor Ort auch wirtschaftlich profitieren können.

Die Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E-Vorhaben) haben das Ziel, innovative Naturschutzideen umzusetzen. Wichtige Forschungsergebnisse werden in der Praxis erprobt und Ergebnisse und Erfahrungen in allgemein verwertbaren Empfehlungen aufbereitet, die auch zukünftigen Projektträgern unmittelbar zu Gute kommen. Daher werden alle E+E-Projekte wissenschaftlich begleitet.

Mit Hilfe der so genannten Verbändeförderung werden einzelne Naturschutzprojekte von privaten, gemeinnützigen Vereinigungen im Bereich des Naturschutzes unterstützt. Naturschutzmaßnahmen, die die internationale Zusammenarbeit als Schwerpunkt haben, können ebenfalls gefördert werden.

Das Bundesverkehrsministerium und das Bundesumweltministerium haben mit dem gemeinsam erarbeiteten Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ einen Handlungsrahmen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte geschaffen. Damit soll verstärkt in die Renaturierung von Bundeswasserstraßen und ihren Auen investiert und Fluss, Ufer und Aue wieder miteinander verbunden werden. Das BfN ist hierbei für die Betreuung und Abwicklung von Förderprojekten aus dem „Förderprogramm Auen“ zuständig.

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