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Landwirtschaft

Anteil GVO und konventioneller Kulturen an den Hauptkulturen Soja, Mais, Baumwolle und Raps

Soja und Mais sind die am häufigsten angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen

Der globale Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) setzt sich zu 99 Prozent aus Soja, Mais, Baumwolle und Raps zusammen. Soja und Mais wird dabei größtenteils in der Tierfutterindustrie verwendet.


Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) erstreckt sich vor allem auf die 4 Hauptkulturen Soja, Mais, Baumwolle und Raps, die zusammen 99 Prozent des globalen GVP-Anbaus ausmachen. Soja und Baumwolle wurden 2015 bereits deutlich häufiger in gentechnisch veränderten Varianten angebaut als in konventioneller (gentechnik-freier) Form. Bei Mais und Raps überwiegt noch der Anbau konventioneller Varianten. Neben den 4 Hauptkulturen waren 2015 weitere 24 gentechnisch veränderte Pflanzen für den Anbau zugelassen, darunter Äpfel, Papayas, Kartoffeln, Reis, Pappeln und Rosen.

Wichtiger Absatzmarkt für gentechnisch veränderte Pflanzen ist die Tierfutterindustrie

Gentechnisch verändertes Soja wurde 2014 zu 80 Prozent, gentechnisch veränderter Mais zu 70 Prozent für Tierfutter verwendet. Tierische Produkte (beispielsweise Milch, Eier, Fleisch), die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) gefüttert wurden, müssen auch in der EU nicht als gentechnisch verändertes Lebensmittel gekennzeichnet werden. Diese Gesetzeslücke führt dazu, dass gentechnikhaltiges Tierfutter weltweit zum Einsatz kommt, ohne dass der Verbraucher überprüfen kann, ob ein tierisches Lebensmittel von einem damit gefütterten Tier stammt.

Weiterführende Infos

Agro-Gentechnik (BfN-Themenseite)