Bundesamt für Naturschutz

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Landschaften

Zustand der rezenten (heutigen) Flussauen im Bereich von Mittelelbe, Mulde und Saale

Flussauen im Bereich von Mittelelbe, Mulde und Saale in unterschiedlichem Zustand

Die heutigen (rezenten) Flussuen im Bereich der Mittelelbe zwischen Saale- und Muldemündung sowie die Auen am Muldeunterlauf sind vergleichsweise wenig verändert. Dort gibt es längere Abschnitte großflächiger Auenwälder und Grünlandgesellschaften sowie naturnahe Gewässerstrukturen. Der Auenzustand am Saaleunterlauf hingegen ist im Wesentlichen stark und sehr stark verändert.


Ein Beispiel für Auenbereiche, die insbesondere im Vergleich zu anderen Bundeswasserstraßen weniger stark verändert sind, stellen die Auen an der Mittelelbe dar. Hervorzuheben sind die gering veränderten Abschnitte mit großen, zusammenhängenden Hartholzauenwäldern zwischen Mulde- und Saalemündung sowie ausgedehnte Grünlandgesellschaften im Deichvorland der gesamten Mittelelbe.

Wichtige Lebensräume und wertvolle Ökosystemleistungen bieten auch die naturnahen – bundesweit seltenen – über längere Strecken gering veränderten Auenabschnitte am Muldeunterlauf.

Der Auenzustand am Saaleunterlauf ist im Wesentlichen stark und sehr stark verändert, wobei die Auenzustandsklasse 5 "sehr stark verändert" oberhalb Calbe aufgrund der Stauhaltung überwiegt. Am Muldeunterlauf und in den Elbauen zwischen Saale und Mulde werden mehrere Naturschutzprojekte durchgeführt, um den Biotopverbund dieser wertvollen Auenlandschaft weiter zu verbessern.

Weiterführende Infos

Auenzustand (BfN-Themenseite)

Auenzustandsbericht (BMUB und BfN, 2009)