Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

19302 Kuseler Bergland Osterhöhen und Höcherberg


Landschaftstyp:

3.11 Strukturreiche Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Süddeutsches Stufenland mit seinen Randgebirgen und dem Oberrheinischen Tiefland



Fläche:

341 km²



Beschreibung:

Charakteristisch für das Kuseler Bergland sind kuppige Berge mit schwach konvexen Hängen, die von Grünland oder Wald bedeckt sind. Besonders deutlich hebt sich die Landschaft östlich und südlich von den benachbarten Landschaften ab, was sich hauptsächlich durch die hohe Reliefenergie des Raumes und die daraus resultierende schwache Zertalung begründet. Trotz geringer Höhenunterschiede - Täler liegen bei 250 bis 300 m ü. NN, Höhenzüge 320 bis 420 m ü. NN - besitzt die Landschaft ein lebhaftes Relief. Die Böden, vorwiegend auf Unterrotliegendem gebildet, besitzen tonig-mergelige Anteile und sind in der Regel tiefgründig und ausreichend durchlüftet. Südwestlich des Kuseler Berglandes schließen sich zwei weitere kleine Landschaftseinheiten an. Die Osterhöhen sind durch das zentrale Talsystem der Oster und den etwa 120 m höheren Riedel- und Kammflächen mit einer Höhe von 430 bis 460 m ü. NN gegliedert. Das Höcherbergmassiv, als Eckpfeiler des Nordpfälzer Berglandes südlich der Osterhöhen, steigt bis auf 518 m ü. NN an, was auf den widerstandsfähigen Höcherbergsandstein zurückzuführen ist. Dadurch besitzt der Höcherberg die Funktion einer Wasserscheide zwischen Glan und Blies.
Der Laubwald des Kuseler Berglandes bildet sich fast ausschließlich aus artenarmen Eichen-Hainbuchenwald, Grünlandflächen sind häufig von Obstbäumen durchsetzt. Insgesamt sind die landwirtschaftlichen Erträge gering. Die Bereiche des Höcherbergs und der Osterhöhen sind aufgrund ihrer ungünstigen Klimate und mäßiger Güte des lehmig-sandigen Bodens vielfach bewaldet. Neben reinen Nadelholzbeständen aus Fichte und Lärche befinden sich hier günstige Standortbedingungen der Hainsimsen- und Perlgrasbuchenwälder. Stellenweise sind die Laubwälder mit Mittelwald aus Buche, Hainbuche, Eiche und Birke durchsetzt. An klimagünstigen Lagen auf humosen Braunerden und Rankern befinden sich artenreiche Stieleichen-Hainbuchenwälder mit Esche und Ahorn. Die dürftig ausgeprägte Landwirtschaft besteht hauptsächlich aus Roggen-, Hafer-, Kartoffel- und Kleeanbau auf den mittelmäßigen Lehmböden besonders in den Unterhängen und Riedelfluren der Talweitungen und extensiver Weidewirtschaft auf ungünstigeren Standorten.
Am Nordrand des Kuseler Berglandes befindet sich die Südgrenze des rund 10400 ha großen NSG "Baumholder", welches der Landschaft Baumholder Hochland zuzuordnen ist. Das NSG "Baumholder" sowie das im Südosten anschließende NSG "Wartekopf" sind neben einigen anderen Gebieten mittlerweile als FFH-Gebiete und z.T. als Vogelschautzgebiet ausgewiesen worden.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 3,45 %
Vogelschutzgebiete 2,59 %
Naturschutzgebiete 1,39 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 3,72 %


Abgrenzung der Landschaft 'Kuseler Bergland Osterhöhen und Höcherberg' (19302)

Abgrenzung der Landschaft "Kuseler Bergland Osterhöhen und Höcherberg" (19302)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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