Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Landschaftssteckbrief

33802 Mittelbergische Hochfläche


Landschaftstyp:

2.7 Strukturreiche Waldlandschaft



Großlandschaft:

Deutsche Mittelgebirgsschwelle



Fläche:

108 km²



Beschreibung:

Diese Landschaft umfasst in erster Linie die bewaldeten Talhänger des mittleren Wuppertals sowie seiner Nebenbäche. Sie liegt südlich und östlich des Verdichtungsraums Wuppertal-Solingen-Remscheid und bildet den Nordwest-Rand der Bergischen Hochflächen. Im Westen, zum Rheintal hin, ist sie stufenförmig aus rheinischer Hauptterrasse und älteren Rheinterrassen aufgebaut und teilweise mit Löss bedeckt. Diese Terrassen sind durch zur Wupper führende Bäche zerriedelt. Das Tal der Wupper stellt die Begrenzung der Landschaft zum Siedlungsgebiet von Solingen dar. Von Norden kommend verläuft es gegen die Abdachung der Reste des Rheinischen Schiefergebirges. Das Tal der Wupper verläuft hier tief eingeschnitten und wird bei Müngsten von der "Müngstener Brücke", der mit 107 m höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands überspannt. Das Bergland östlich der Wupper ist ebenso durch tiefe, steilwandige V-Täler zerschnitten. Bei Burg wendet sich das Tal wieder gen Westen, wird breiter und flacher. Insgesamt fällt die Landschaft von Osten nach Westen von etwa 300 m ü.NN auf 100 m ü. NN ab. Sie ist im Nordosten überwiegend mit Wald bedeckt, während sich im Südwesten ein abwechslungsreiches Bild aus Grün- und Ackerland zeigt, wobei das Grünland leicht überwiegt.
Die Hochflächen werden landwirtschaftlich als Grünland, z.um Teil mit Obstweisen, genutzt, die steilen Hangbereiche sind überwiegend bewaldet. Ackerflächen sind nur in geringem Umfange zu finden. Das Tal der Wupper und die Hangbereiche sind beliebte Ausflugsziele für die Bewohner der angrenzenden Ballungsräume.
Die steilen Hangwälder sind in der Vergangenheit nur extensiv genutzt worden. Hier finden sich viele Quellen und Quellbäche, die zum Teil nach nur wenigen hundert Metern in die Wupper münden. Aufgrund des tiefen Einschnitts der Wupper herrscht ein spezielles Kleinklima, welches u.a. der Grund für ein reiches Vorkommen von Moosen und Farnen ist. Große Bereiche des Wuppertales sind als NSG bzw. FFH-Gebiet ausgewiesen. Hier findet man neben der in Teilbereichen naturnahen Wupper, Feuchtgrünland, Erlenbruch- und Auwald mit Vorkommen von Bombina variegata (Gelbbauchunke) und Natrix natrix (Ringelnatter), sowie Hangwälder Auch landesplanerisch geschützt sind das waldreiche Weltersbachtal sowie das Lohbachtal mit naturnaher Gewässermorphologie und Resten alter Hammerteiche. Die Landschaft liegt teilweise im Naturpark "Bergisches Land".



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 4,89 %
Vogelschutzgebiete 0 %
Naturschutzgebiete 15,01 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 15,13 %


Abgrenzung der Landschaft 'Mittelbergische Hochfläche' (33802)

Abgrenzung der Landschaft "Mittelbergische Hochfläche" (33802)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
Diesen Steckbrief kommentieren

zurück zur Übersicht

Letzte Änderung: 01.03.2012

 Artikel drucken