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Landschaftssteckbrief

3901 Salzach Hügelland


Landschaftstyp:

3.6 Gehölz- bzw. waldreiche grünlandgeprägte Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Oberschwäbisches und Oberbayerisches Alpenvorland



Fläche:

177 km²



Beschreibung:

Als Salzach-Hügelland wird der weit gespannte westliche Endmoränenbogen des würmeiszeitlichen Salzachgletschers bezeichnet, der sich auch noch jenseits der Salzach auf österreichischer Seite fortsetzt. Die Landschaft weist einen hohen Mooranteil mit zum Teil mächtigen Torfauflagen auf. Die meisten Wälder, die noch einige großflächige Gebiete bedecken, sind Fichtenreinbestände mit wechselnden Anteilen an Kiefern und Eichen.
Neben der vorherrschenden Forstwirtschaft dominiert im südlichen Teil des Salzach-Hügellands die Grünlandnutzung, während im nördlichen Abschnitt der Getreide- und Maisanbau überwiegt.
Zu den bedeutendsten Erscheinungen dieser Endmoränenlandschaft gehören die zahlreichen Toteisbildungen, die in Süddeutschland nur im Endmoränenkranz der Jungmoränen vorkommen. Viele der Toteisseen sind bereits verschwunden oder stark eutrophiert. Reste finden sich innerhalb größerer Waldgebiete, meist von bruchwaldartigen Beständen und Feuchtgebüschen mit Großseggen bedeckt. Aufgrund der Verlandung von Seen oder ehemaligen Moränenweihern sind die Endmoränewälle immer wieder von kleinen Feuchtwiesen und Seggenriedern mit Feuchtgebüschen durchsetzt. Das nördliche Salzach-Hügelland bietet durch seine klimatische Begünstigung Arten frischer bis trockener Magerstandorte Lebensraum. Magerrasen größerer Ausdehnung sind aber nicht mehr vorhanden.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 6,92 %
Vogelschutzgebiete 0,83 %
Naturschutzgebiete 0,04 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 6,98 %


Abgrenzung der Landschaft 'Salzach Hügelland' (3901)

Abgrenzung der Landschaft "Salzach Hügelland" (3901)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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