Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

62702 Allertal


Landschaftstyp:

3.6 Gehölz- bzw. waldreiche grünlandgeprägte Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Norddeutsches Tiefland



Fläche:

226 km²



Beschreibung:

Die Aller mäandriert stark durch das wenig geneigte, überwiegend von Grünland geprägte Allerurstromtal. Sie wird auf der rechten Talseite von Dünenketten begleitet. Das Alluvialtal der Aller hält sich immer an den Nordrand der Talsandebene und ist bis zur Einmündung der Leine sehr schmal. Ab dem Mündungsbereich weitet sich das Tal dann zu größerer, etwa drei Kilometer messender Breite. Im oberen Abschnitt, auf der Höhe des Wietzenbruchs, erstrecken sich weite Kiefernforste entlang der Aller. An der unteren Aller und Leine verbessert sich die Bodenqualität, so dass hier eine Weiden- und Wiesennutzung, sowie Ackerbau möglich ist. Die Dörfer liegen auf den höher gelegenen Sandinseln.
Im Allertal herrscht überwiegend Grünlandnutzung vor. Auf den Lehmböden des unteren Verlaufs wird Ackerbau betrieben und auf den Sandböden am oberen Lauf werden die Kiefernforste bewirtschaftet.
Die gesamte Aller und die ihr angrenzenden Flächen sind als FFH-Gebiete gemeldet, verschiedene Abschnitte sind EU-Vogelschutzgebiete. Die Landschaft ist als Rast-, Durchzugs- bzw. Überwinterungsgebiet von landesweiter Bedeutung. In einigen flußnahen Gebieten brüten Weißstörche.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 29,64 %
Vogelschutzgebiete 18,82 %
Naturschutzgebiete 2,31 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 30 %


Abgrenzung der Landschaft 'Allertal' (62702)

Abgrenzung der Landschaft "Allertal" (62702)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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