Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

72100 Strelasund


Landschaftstyp:

1.2 Ausgleichsküstenlandschaft der Ostsee



Großlandschaft:

Norddeutsches Tiefland



Fläche:

210 km²



Beschreibung:

Der Strelasund, ein ca. 25 km langer und im Durchschnitt 2 km breiter Meeresarm, trennt Rügen vom Festland und stellt zugleich eine Verbindung zwischen dem Kubitzer Bodden im Norden und dem Greifswalder Bodden im Osten dar. Die Landschaft umfaßt neben dem eigentlichen Sund auch die Küstenlinie, die vor allem auf der Rügenseite durch vorspringende Halbinseln und Buchten stark gegliedert ist. Größere Fließgewässer fehlen, nur einige kleinere Bäche durchziehen die z.T. strukturarmen Ackerflächen.
Die angrenzenden Festlandsbereiche unterliegen überwiegend einer landwirtschaftlichen Nutzung.
Das Gebiet des Strelasunds ist ein wertvolles Brut- und Rastgebiet für Küstenvögel. Der gesamte Bereich des Strelasunds südlich von Stralsund ist als Feuchtgebiet nationaler Bedeutung ausgewiesen und die angrenzenden Landbereiche sind überwiegend Rastgebiete nationaler Bedeutung. Die rügensche Halbinsel Zudar ist sowohl Feuchtgebiet nationaler Bedeutung, als auch Rastgebiet internationaler Bedeutung. Diese Gebiete sind auch EU-Vogelschutzgebiete. Die wichtigsten Naturschutzgebiete sind die Halbinsel Devin, eine stark strukturierte Grundmoränenkuppe, sowie der Vogelhaken Glewitz, der ein wertvolles Gebiet für seltene Limikolenarten darstellt. Darüber hinaus sind die Buchten Puddeminer und Glewitzer Wiek, Gustower Wiek, Wamper Wiek und der Deviner See als FFH-Gebiete gemeldet.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 25,18 %
Vogelschutzgebiete 49,97 %
Naturschutzgebiete 1,17 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0,11 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 50,98 %


Abgrenzung der Landschaft 'Strelasund' (72100)

Abgrenzung der Landschaft "Strelasund" (72100)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007

Blick auf den Strelasund bei Stralsund (Foto: Usch Martin)

Blick auf den Strelasund bei Stralsund (Foto: Usch Martin)


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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