Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Landschaftssteckbrief

86301 Ohreniederung


Landschaftstyp:

4.2 Ackergeprägte offene Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Norddeutsches Tiefland



Fläche:

96 km²



Beschreibung:

Innerhalb der Ohreniederung mit Höhenlagen zwischen 56 und 68 m ü. NN hat sich die Ohre streckenweise in eine ältere (saalekaltzeitliche) Grundmoräne eingearbeitet. Ihr Tal wird von zwei kräftig aufragenden Endmoränenwällen eingerahmt. Die Auensedimente des Ohretals sind, entsprechend der glazialen Sedimente des Ohre-Einzugsgebietes, talsandartig. Pedologisch herrschen die Sand-Gleye sowie ihre Subtypen vor, die an den Talhängen von Sand-Braunpodsolen abgelöst werden. Torf- und Niedermoorböden befinden sich vor allem im westlichen Bereich der Ohreniederung. Landschaftlich bietet sich das Bild einer weitflächigen, waldarmen Wiesenniederung, die durch Flurgehölze und uferbegleitende Gebüsche und Baumreihen unterbrochen wird.
Das Niederungsgebiet wird überwiegend von Ackerbau und Grünlandnutzung geprägt. Die Forstwirtschaft spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Naturschutzfachlich bedeutsam ist v.a. der obere Niederungsabschnitt (östlich Wolmirstedts) der sich durch einen naturnahen, mäandrierenden Flussverlauf auszeichnet, während die Ohre im unteren Niederungsabschnitt begradigt und angestaut ist; flussbegleitende Ufergehölze fehlen. Östlich Wolmirstedts sind größere Flächen als NSG ("Rogätzer Hang-Ohremündung") bzw. LSG ("Barleber und Jersleber See mit Ohre- und Elbniederung") ausgewiesen. Von hohem Schutzwert sind auch die im Bereich des NSG "Klüdener-Pax-Wanneweh" gelegenen Quellen und Gräben.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 11,65 %
Vogelschutzgebiete 3,09 %
Naturschutzgebiete 10,16 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 1,88 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 11,81 %


Abgrenzung der Landschaft 'Ohreniederung' (86301)

Abgrenzung der Landschaft "Ohreniederung" (86301)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
Diesen Steckbrief kommentieren

zurück zur Übersicht

Letzte Änderung: 01.03.2012

 Artikel drucken