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Kriechweidengebüsch der Küstendünen


NATURA 2000-Code: 2170

Definition

Dünenweidengebüsche mit Kriech-Weide Salix repens ssp. argentea [Salix arenaria].


Beschreibung

Zum Lebensraumtyp gehören Dünengebüsche, die hauptsächlich von Kriechweide gebildet werden. Sie können im Bereich von Graudünen oder in Dünentälern mit festliegendem Sand und Humusbildung auftreten. Kriechweidengebüsche treten meist eng verzahnt mit Sanddorngebüschen, Dünenheiden und Graudünen auf.


Verbreitung

An der Nordsee kommen Kriechweidengebüsche vor allem in den Graudünenbereichen und Dünentälern der nord- und ostfriesischen Inseln vor. An der Ostseeküste gibt es größere Vorkommen auf Hiddensee.


Gefährdung

Hauptgefährdungsursachen der Kriechweidengebüsche sind die Anpflanzung nicht heimischer Arten (z. B. Kartoffelrose), Wildverbiß und Freizeitnutzung.


Schutz

Für Kriechweidengebüsche ist keine Pflege erforderlich. Eine Anpflanzung von nicht einheimischen Arten (z. B. Kartoffelrose) sollte im Strand- und Dünenbereich unterbleiben. Jüngere Gebüschstadien bedürfen ggf. eines Schutzes gegen Tritt. Ältere Gebüsche gehen durch Sukzession langsam in Sanddorngebüsche oder Dünenwälder über.


Kartierungshinweise

Abgrenzungskriterium ist das dominante Vorkommen von Salix arenaria auf Graudünen. Vorkommen einzelner Pflanzen von Salix arenaria sind nicht zu erfassen. Von den Küstendünen mit Hippophaë rhamnoides (2160) ist der Lebensraumtyp durch die Dominanz von Salix arenaria abzugrenzen. Dominante Vorkommen von Salix arenaria in feuchten Dünentälern sind eingeschlossen.


 

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Letzte Änderung: 15.12.2011

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