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Biodiversität und Klima

Biodiversität und Klima: Expertinnen und Experten tauschen sich zu aktuellen Forschungsergebnissen und Projekten aus

22 Teilnehmende haben sich zu aktuellen Fragestellungen und Lösungen im Überschneidungsbereich der Themen Biodiversität, Naturschutz und Klimawandel ausgetauscht. | Foto: BfN
22 Teilnehmende haben sich zu aktuellen Fragestellungen und Lösungen im Überschneidungsbereich der Themen Biodiversität, Naturschutz und Klimawandel ausgetauscht. | Foto: BfN

Putbus/Insel Vilm, 14. September 2020: Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen haben sich am 10. und 11. September über aktuelle Aktivitäten an der Schnittstelle zwischen Biodiversität und Klima ausgetauscht. Die trans- und interdisziplinäre Tagung "Biodiversität und Klima – Vernetzung der Akteure in Deutschland" findet seit 2004 jährlich an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm (INA) des Bundesamts für Naturschutz (BfN) statt.

Der voranschreitende Klimawandel ist eine wachsende Bedrohung für die biologische Vielfalt. Der engen Verknüpfung und der gegenseitigen Beeinflussung von Biodiversität und Klima wird national und international in Wissenschaft und Politik eine immer größere Bedeutung beigemessen.

22 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, aus der Praxis und von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben sich in anregender Tagungsatmosphäre auf der Insel Vilm zu aktuellen Fragestellungen und Lösungen im Überschneidungsbereich der Themen Biodiversität, Naturschutz und Klimawandel ausgetauscht. Die Expertinnen und Experten stellten in Kurzbeiträgen ihre aktuellen Forschungsergebnisse und Projekte vor. „Die Tagung ist eine besondere Möglichkeit sich aus verschiedenen Perspektiven mit den Themen zu befassen. Dadurch ergeben sich neue Sichtweisen, Synergien und die Gelegenheit, sich zu vernetzen“, sagte Jutta Stadler vom BfN. „In diesem Jahr standen Diskussionen rund um Stadtnatur sowie Wassermanagement im Fokus.“

Die Teilnehmenden diskutierten anhand von Beispielen, wie durch Maßnahmen zur Erhaltung biologischer Vielfalt auch Anpassungsmaßnahmen verschiedener Sektoren an den Klimawandel unterstützt werden können. Oder auch inwiefern Anpassungsmaßnahmen oder Maßnahmen zum Klimaschutz so gestaltet werden können, dass sich Synergien mit dem Naturschutz ergeben. So legte beispielsweise Prof. Manfred Köhler von der Hochschule Neubrandenburg eindrücklich dar, wie begrünte Dächer sowohl zur Verbesserung des Stadtklimas als auch zur Förderung von Biodiversität in urbanen Gebieten beitragen können. Und Prof. Petra Schneider von der Hochschule Magdeburg-Stendal erläuterte am Beispiel von Wald- und Moorflächen im Natura 2000-Schutzgebiet Süppling, wie durch geeignetes Wassermanagement degradierte Lebensräume revitalisiert werden und so gleichzeitig Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen erreicht werden können.

Ziel der Veranstaltung ist es, einen besseren Informations- und Erfahrungsaustausch der nationalen Akteure im Bereich Biodiversität, Klima und Landdegradation sowie eine Vernetzung der damit befassten Institutionen herbeizuführen. Kurzfassungen der Vorträge werden als Publikation in der BfN-Skriptenreihe veröffentlicht.

Die Tagungsbände der vorangegangenen Seminare sind unter folgendem Link abrufbar: www.bfn.de/themen/klimawandel-und-biodiversitaet/veroeffentlichungen.html