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Europäisches Buchenwald Netzwerk

Europäisches Buchenwald Netzwerk

Gruppenbild Foto: M. Schickhofer

Vilm, 16.10.2017 Vom 12. bis 16. Oktober trafen sich 33 Expert/innen aus 12 europäischen Ländern auf der Insel Vilm zum Abschlussworkshop einer Reihe von drei Veranstaltungen im Rahmen des Vorhabens „Beech Forest Network of Europe“.
Das Buchenwald-Netzwerk ist aus dem Vorbereitungsprozess der Weltnaturerbe-Erweiterung entstanden und umfasst inzwischen mehr als 200 Expert/innen aus 24 Ländern.
Beim letzten Treffen ging es um die Entwicklung gemeinsamer Strategien und die Planung konkreter Vorhaben für den Schutz der alten Buchenwälder Europas. In diesem Zusammenhang begrüßten die Teilnehmer/innen die jüngst erfolgte Erweiterung der Weltnaturerbestätte, die nunmehr als „Buchenurwälder und alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ in die UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben wurde. Das Netzwerk hatte die Nominierung und den Einschreibeprozess intensiv unterstützt.
Das „European Beech Forest Network“ will sich aus zivilgesellschaftlicher Perspektive für die Entwicklung der Welterbestätte einsetzen. 
Das Netzwerk soll sich als unabhängiges Beratungsgremium auf wissenschaftlicher Grundlage für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Buchenwäldern in Europa einsetzen. Einen besonderen Schwerpunkt stellen die alten Buchenwälder dar, und die Wälder der Welterbestätte stellen die zentralen Bezugspunkte im Netzwerk dar. Entsprechend ist die Bewahrung und angemessene Entwicklung der Welterbestätte ein zentrales Anliegen des European Beech Forest Network, welches damit auch entsprechende Forderungen an die Vertragsstaaten verknüpft  (vgl. Resolution zum Workshop-Abschluss). Außerdem identifizierten die Teilnehmer/innen eine Reihe von Förderprogrammen und formulierten entsprechende konkrete Projektideen in den Bereichen Bewusstseinsbildung, Management, Klimaschutz, Forschung und Monitoring.
Durch das workshopbasierte BfN-Vorhaben konnte das Netzwerk weiter konsolidiert werden. Unter anderem wurde ein gemeinnütziger Verein „European Beech Forest Network e.V.“ gegründet.
Das Projekt wird von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) durchgeführt und aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) finanziert sowie vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich betreut.