Bundesamt für Naturschutz

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Kulturelle Bedeutung von Feuchtgebieten

Kulturelle Bedeutung von Feuchtgebieten

Gruppenbild Foto: Sebastian Misgajski

Vilm, 02.03.2018 Die kulturelle und spirituelle Bedeutung von Feuchtgebieten stand im Mittelpunkt einer internationalen Expertentagung vom 26.02. bis 02.03.2018 auf der Insel Vilm („The Cultural and Spiritual Significance of Wetlands – Supporting the integration of nature and culture in their governance and management“). Ein mit Unterstützung des Bundesamts für Naturschutz von der IUCN derzeit erarbeiteter Leitfaden (Best Practice Guidelines on the Cultural & Spiritual Values of Protected Areas) wurde vorgestellt und auf die Anwendbarkeit in Feuchtgebieten intensiv diskutiert. Neben diesem Austausch ging es bei der Veranstaltung auch um die Vorbereitung von Beschlussvorlagen für die im Oktober 2018 in Dubai stattfindenden 13. Vertragsstaatenkonferenz der Ramsar-Konvention, dem „Übereinkommen über den Schutz von Feuchtgebieten, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Wattvögel, von internationaler Bedeutung“.Die Einbeziehung von lokalen Gemeinschaften und indigenen Bevölkerungsgruppen und die Anerkennung der kulturellen Werte eines geschützten Gebietes sind wichtige Voraussetzungen für die Akzeptanz und Nachhaltigkeit von Naturschutz. Mit entsprechenden Resolutionen sowie einer Veranstaltung bei der bevorstehenden Vertragsstaatenkonferenz der ca. 170 Mitgliedsstaaten der Ramsar-Konvention sollen deshalb die tatsächliche Integration dieser Aspekte in das Management und die Entscheidungsprozesse in Ramsar-Gebieten befördert werden. Der Workshop wurde vom Bundesamt für Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat der Ramsar Konvention organisiert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Vertreterinnen und Vertreter von Vertragsstaaten, regionalen Ramsar-Initiativen, internationalen Partnerorganisationen, der UNESCO, ICOMOS, Verbänden, Wissenschaft und anderer fachspezifischer Behörden, sowie Mitglieder des Ramsar Culture Network.