Bundesamt für Naturschutz

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Richtlinien zu OECMs

Richtlinien zu OECMs

Foto: Harry Jonas

Die IUCN World Commission on Protected Areas Task Force zum Thema Other Effective Area-based Conservation Measures (OECMs) veranstaltete vom 11. bis 15. Juni 2019 auf der Insel Vilm (BfN-Außenstelle) ihr viertes Expertentreffen. Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisiert.

Die Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) haben sich auf der 14. Konferenz der Vertragsparteien (2018) auf eine Definition und Leitprinzipien für die sog. "weiteren effektiven, flächenbezogenen Naturschutzmaßnahmen"(OECMs) geeinigt. Die Task Force arbeitet derzeit an der Fertigstellung eines technischen Berichts zur Anerkennung und Berichterstattung von OECMs. Staatliche Stellen und andere Einrichtungen und Organisationen beginnen nun damit, das Ausmaß ihrer potenziellen OECMs zu identifizieren, diese anzuerkennen und sie zu melden.

Der Workshop hatte das übergeordnete Ziel, die Identifizierung, Bewertung, Umsetzung, Anerkennung, Berichterstattung, Unterstützung und das Monitoring von OECMs zu verbessern. Zu diesem Zweck haben 23 Teilnehmer*innen aus insgesamt 15 Ländern an der Vilmer Tagung teilgenommen und dabei die folgenden Punkte behandelt:

1. Diskussion der Implikationen des CBD-Beschlusses 14/8 (zu OECMs) sowie des Entwurfs des entsprechenden technischen Berichts der IUCN.
2. Austausch von und Diskussion über nationale Beispiele von potenziellen OECMs.
3. Überarbeitung des Entwurfs einer OECM-Bewertungsmethodik (Assessment tool).
4. Eruierung des Weiterbildungsbedarfs und der Trainingsmöglichkeiten für die Anerkennung und Berichterstattung von OECMs
5. Entwicklung von Beiträgen für den Weltnaturschutzkongress 2020 und für den neuen strategischen Plan der CBD nach 2020.

Das wichtigste Ergebnis der Tagung war eine vollständig überarbeitete "OECM-Bewertungsmethodik".