Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentation

Klugheit, Glück, Gerechtigkeit: Warum Ethik für die konkrete Naturschutzarbeit wichtig ist

11. bis 13. November 2013 am Bundesamt für Naturschutz - Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm in Kooperation mit der Koordinationsstelle Wirtschaft und Umwelt der Hochschule Nürtingen-Geislingen, der Landeszentrale für Umweltbildung Rheinlandpfalz (LZU) und der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur (LANU).

Informationen zur Tagung

Häufig sehen sich Akteure in der Naturschutzarbeit mit Konflikten konfrontiert, denen nicht nur unterschiedliche Interessen, sondern auch unterschiedliche ethische Überzeugungen zugrunde liegen. Für eine erfolgreiche Naturschutzarbeit ist es erforderlich, solche Wert- und Normenkonflikte zu erkennen, um in der Kommunikations- und Bildungsarbeit sowie der Politikberatung angemessen auf sie eingehen zu können.

Die dreiteilige Fortbildungsreihe "Klugheit, Glück, Gerechtigkeit", deren einzelne Module sowohl zusammen als auch unabhängig besucht werden können, bietet MultiplikatorInnen im Naturschutz die Möglichkeit, sich naturschutzethisch fortzubilden, um in ihrer Arbeit überzeugender argumentieren zu können. Die bewusste Auseinandersetzung mit eigenen Naturschutzmotivationen, Wertvorstellungen und ethischen Argumenten soll die TeilnehmerInnen darin unterstützen, Wertfragen in ihrer praktischen Arbeit gezielt ansprechen zu können. Dies geschieht mit Hilfe des Konzeptes der argumentativen Kategorien Klugheit, Gerechtigkeit und Glück.

Den Schwerpunkt der ersten Veranstaltung 2012 bildeten die Klugheitsargumente. Das sind solche Argumente, die sich auf menschliche Eigeninteressen beziehen. In der zweiten Veranstaltung soll es um Gerechtigkeitsargumente gehen. Unter Gerechtigkeit verstehen wir dasjenige, was wir mit guten Gründen voneinander verlangen können. Wir werden verschiedene Gerechtigkeitsargumente analysieren und nach ihrem Erfolg in der Naturschutzkommunikation fragen. Dabei setzen wir uns mit der Nationalen Strategie zu biologischen Vielfalt sowie aktuellen Naturschutzkonflikten auseinander. Dazu werden wir auch interaktive Methoden einsetzen. Gerne können also Fallbeispiele sowie praktische Erfahrungen aus dem eigenen Arbeitszusammenhang eingebracht werden.



Präsentationen und Materialien


Sammlung von "Was ist Gerechtigkeit?" an einer Pinnwand
Sammlung von Naturschutzkonflikten an einer Pinnwand

Einführung in die Naturschutzethik

Was ist Naturschutzethik? Was ist ein gutes Argument?
Uta Eser, HfWU Nürtingen-Geislingen

Klugheit, Glück, Gerechtigkeit
Uta Eser, HfWU Nürtingen-Geislingen


Tagungssituation
Gruppenbild Reflexive Beratung
Ergebnisse I der Gruppenarbeit Reflexive Beratung
Ergebnisse II der Gruppenarbeit Reflexive Beratung

Zugang zur Natur – eine Frage der Gerechtigkeit. Historische und kosmopolitische Perspektiven

Zugang zur Natur I – eine Frage der Gerechtigkeit 
Hans-Werner Frohn, Stiftung Naturschutzgeschichte

Redeskript zum Vortrag "Zugang zur Natur I"
Hans-Werner Frohn

Zugang zur Natur II
Bernhard Gissibl, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte

Brückenschlag zur Naturschutzpraxis

John Rawls im Nordschwarzwald - Was folgt aus Rawls‘ Differenzprinzip für Infrastrukturprojekte?
Albrecht Müller, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Abschlussdiskussion und Feedback

grafische Darstellung über die Zufriedenheit mit dem Workshop

Ansprechpartner

Bundesamt für Naturschutz - Internationale Naturschutzakademie  
Dr. Norbert Wiersbinski, Telefon: 038301/86-111

Koordinationsstelle Wirtschaft und Umwelt der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Dr. Uta Eser, Telefon: 07022/404-211
Hannah Seyfang, Telefon: 07022/404-180
Ralf Wegerer, Telefon: 07022/404-212

weitere Dokumentationen zur Tagungsreihe

08.-10.10.2012
Klugheit, Glück, Gerechtigkeit: Warum Ethik für die konkrete Naturschutzarbeit wichtig ist- Modul 1: Klugheit

06.-08.10.2014
Klugheit, Glück, Gerechtigkeit: Warum Ethik für die konkrete Naturschutzarbeit wichtig ist- Modul 3: Glück