Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentation

Hintergrund & Zielstellung

Die Zusammenarbeit von ehrenamtlichem und behördlichem Naturschutz bildet eine wesentliche Säule der staatlichen Naturschutzarbeit in Deutschland. Ehrenamtliches Engagement war und ist Auslöser vieler Schutzaktivitäten und der Ausweisung von zahlreichen Schutzgebieten. Ehrenamtlich erhobene Daten und Erkenntnisse werden in vielen Bereichen genutzt. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Ermittlung von bzw. zeigen bereits selbst Bestandsveränderungen bei Arten und Lebensräumen. Ohne diese Arbeiten wären die Erstellung der Roten Listen, die Durchführung von Gefährdungs- und Ursachenanalysen und die Aufstellung von Naturschutzindikatoren deutlich erschwert. Nicht zuletzt fließen die so gewonnenen Erkenntnisse in naturschutzfachliche Entscheidungen und in die Politikberatung ein. Mit dem noch recht jungen Begriff „Citizen Science“ (= Bürger/ innen-Wissenschaft) wird sowohl das Ehrenamt mit fachlicher Qualifikation als auch die Laienforschung ohne Vorkenntnisse in den Blick genommen. Insbesondere in den Bereichen Artenschutz und Monitoring kann auf langjährige Erfahrungen der Zusammenarbeit von Ehrenamt und behördlichem Naturschutz zurückgeblickt werden und auf diese Form der Zusammenarbeit soll im Rahmen dieser Tagung der Fokus liegen.
Das BfN hat ein großes Interesse daran, diese Kooperationen zu festigen, weiterzuentwickeln, auszuweiten und an aktuelle Anforderungen anzupassen, so dass auch zukünftig eine Zusammenarbeit für den Naturschutz auf Augenhöhe unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse sichergestellt und unterstützt werden kann. Um dieses Ziel erreichen zu können ist es notwendig, die Wünsche, Anliegen und Möglichkeiten sowohl von Seiten des Ehrenamtes als auch der Behörden auszuformulieren und besser kennen zu lernen.  Die Veranstaltung soll dazu dienen, den Austausch zu diesen Fragen zwischen Verbänden/ Kooperationspartner/ innen und behördlichem Naturschutz zu suchen, Erfolgsfaktoren zusammenzustellen und gemeinsame Handlungsstrategien zu entwickeln.

Handlungsempfehlungen

Letzte Änderung: 19.04.2017

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