Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentation

Bio und regionale Kompetenz: Vielfalt in der Natur – mehr Vielfalt an regionalen Produkten

11. - 14. Oktober 2010 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz.

Informationen zur Tagung

Wie der Bioboom und der Trend zu regionalen Produkten zeigen, sind Verbraucher bereit, nicht nur Gesundheit und guten Geschmack zu honorieren sondern auch positive Beiträge zum Naturschutz und zur Unterstützung ländlicher Betriebe vor Ort.

Eine intakte Natur und Landschaft ist eng verbunden mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt, der von ebenso großer gesellschaftlicher Bedeutung ist wie der Klimaschutz. Das internationale Jahr der biologischen Vielfalt 2010 und die damit verbundenen Aktivitäten von Bundesregierung, Europäischer Union und Vereinten Nationen tragen dieser Relevanz Rechnung.
Wie lässt sich biologische Vielfalt in der Lebensmittelkette integrieren und kommunizieren? Wie können relevante Beiträge von Ökolandbau und konventioneller Landwirtschaft aussehen? Bieten regionale Produkte besondere Chancen für die biologische Vielfalt? Und, was kann die Politik dabei für die biologische Vielfalt tun?

Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen der dritten Veranstaltung der Reihe „Wirtschaftsfaktor Natur und Regionalität“ mit Experten aus Handel und Erzeugung, Wissenschaft und Behörden sowie Vertretern gesellschaftlicher Interessensgruppen diskutiert. Handlungsempfehlungen an die Politik wurden entwickelt.


Vorträge und Präsentationen

Strategien, Kriterien und Kommunikation

Corporate Social Responsibility (CSR) in der Lebensmittelkette
Dr. Katrin Zander, Universität Kassel, Ökologische Agrarwissenschaften


Lebensmittel - eine komplexe Ökosystemdienstleistung
Dr. Sonja Macke, Bundesamt für Naturschutz, Bonn


Regionale Bioprodukte und biologische Vielfalt in der Lebensmittelkette
Joachim Weckmann, AoeL und Märkisches Landbrot GmbH, Berlin

„Gläserne Molkerei“: regionale Bioprodukte und biologische Vielfalt in der Milchwirtschaft
Dr. Thomas Kröber, Gläserne Molkerei GmbH, Münchehofe

Bergisches Land: Regionalmarke „bergisch pur“und Naturpark-Kampagne „Vielfalt lebt“ stärken die (Agro-)Biodiversität
Peter Schmidt, bergisch pur, Gummersbach

Innovation mit regionalen Produkten und biologischer Vielfalt in der Spitzengastronomie der Region Berlin-Brandenburg
Priv. Doz. Dr. Heide Hoffmann, Humboldt Universität Berlin, Dep. f. Nutzpflanzen- und Tierwiss., AG Agrarökologie und Ökolog. Landbau

Politische Rahmenbedingungen und Förderung

Fördermöglichkeiten für Initiativen im Bereich biologische Vielfalt und Lebensmittel – das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern
Dr. Wolfgang Wienkemeier, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin

Förderung regionaler Produkte in Deutschland: was funktioniert und ist effizient?
Prof. Dr. Hans Kögl, Universität Rostock, Institut für Agrarökonomie

Forschung im Bundesprogramm Ökologischer Landbau zur Vermarktung von Bioprodukten und der Kommunikation ihres Mehrwertes
Doris Pick, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Bonn

Biologische Vielfalt durch Konsum von Produkten fördern – kann das gehen?
Lieske Voget, Universität Greifswald

Gastvorträge

Regionale Entwicklung und Biolandbau in Portugal
Ana Firmino, Universidade Nova de Lisboa, Institut für Geographie und Raumplanung Lissabon, Portugal

Ergänzungen zum Vortrag: "Regionale Entwicklung und Biolandbau in Portugal"