Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentation

Degrowth als Chance– auch für Natur und Landschaft?

16. Februar bis 19. Februar 2011 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz

Informationen zur Tagung

Wachsende Globalisierung und Modernisierung haben in zunehmendem Maße die Entstehung von Schrumpfungsprozessen in Gang gesetzt.
Arbeitsplatzverlust und Abwanderung, Marginalisierung von ländlichen Räumen aber auch städtisch - industriellen Regionen sowie der demographische Wandel sind die Schattenseiten des Wachstumsparadigmas.
Meist wird versucht, diese Räume durch touristische Inwertsetzung, insbesondere des landschaftlichen Potentials, ökonomisch am Leben zu erhalten, denn diese Prozesse werden im Rahmen der industriekapitalistischen Gesellschaft als bedrohliches Szenario angesehen, da es zum Wachstumsparadigma scheinbar keine Alternative gibt.
Unter dem Begriff Degrowth werden in jüngster Zeit alternative Ansätze diskutiert. Zu fragen ist daher, inwieweit solchen Ansätzen eine innovative und integrative Wirkung beizumessen ist, so dass aus Degrowthprozessen Potentiale für ein nachhaltiges Wirtschaften erwachsen und neue Entwicklungen in Natur und Landschaft angestoßen werden.



Präsentationen

Schrumpfung oder Degrowth - Reform des Wachstumsparadigmas?

Schrumpfung als gesellschaftlicher Prozess
Wolfgang Kil, Berlin

Weniger ist mehr? Über Sinn und Unsinn gängiger 'Alternativen'
Ludwig Fischer, Universität Hamburg

Perspektive: Nachhaltigkeit ohne Wachstum?
Barbara Muraca, Universität Greifswald

 

Frei(e)räume in der Stadt

Aus Stadt Landschaft machen
Carlo Becker, bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin

IBA Stadtumbau 2010 – Neue Stadtstruktur durch Landschaft
Heike Brückner, Stiftung Bauhaus Dessau

 

Leere im Land?

Neue Zukunft für periphere Regionen - das Beispiel Klein Jasedow
Johannes Heimrath, Zukunftswerk Klein Jasedow

Regionalismus und Nachhaltigkeit
Anne Nagel, Universität Kassel

Regionale Auswirkungen des demographischen Wandels
Bernhard Köppen, Universität Landau (Veröffentlichung erfolgt in Kürze)

Stärken und Schwächen des ländlichen Raumes
Gerhard Henkel, Universität Duisburg-Essen

Freiraum als Chance – Die Neubesiedlung eines fast verlassenen Dorfes auf Rügen und der Bau eines Theaters auf dem Lande
Boris Hruschka, Kluis

Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land – Strategie erfolgreicher Regionalpolitik?
Michael Thomas, Brandenburg-Berliner Institut für sozialwissenschaftliche Studien

 


Ansprechpartner

Bundesamt für Naturschutz - Internationale Naturschutzakademie
Dr. Norbert Wiersbinski, Telefon: 038301/86-111

Universität Kassel, FG Landschaftsbau / Vegetaionskunde
Dipl.-Ing. Annemarie Nagel, Telefon: 0561/28860-16