Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentationen

Bestimmung der Erheblichkeit und Beachtung von Summationswirkungen in der FFH-Verträglichkeitsprüfung

Expertenworkshop vom 27. - 29. Oktober 2014 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz

Informationen zur Tagung

Bei der Prüfung von Plänen und Projekten auf ihre Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen eines Natura 2000-Gebietes spielt die Frage der Erheblichkeit von Beeinträchtigungen nach § 34 BNatSchG eine zentrale Rolle. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Einschätzung der projektbedingten Auswirkungen und ihre Bewertung im naturschutzrechtlichen Kontext noch immer große Schwierigkeiten bereiten und dass vielfach einander widersprechende Auffassungen bestehen.

Im Rahmen des Expertenworkshops wurden verschiedene Anforderungen der FFH-Verträglich­keits­prü­fung (FFH-VP) an die Praxis gemeinsam erörtert. Für Projekttypen und Wirkfaktoren wurden Ansätze zur Analyse und Bewertung bau-, anlage- und betriebsbedingter Beeinträchtigungen vorgestellt und diskutiert. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Bewertung der Erheblichkeit von projektbedingten Individuenverlusten/ Mortalität, Stoffeinträgen und graduellen Habitatverlusten liegen. In diesem Zusammenhang wurden Fragen zur Ermittlung von artspezifischen Empfindlichkeiten, zu geeigneten Prognosemethoden, zu Relevanz- und Erheblichkeitsschwellen sowie zum Umgang mit kumulativen Wirkungen erörtert.

Ziel des Expertenworkshops war es insofern auch, verschiedene in diesem Themenbereich tätige Fachkollegen aus Wissenschaft und Praxis zusam­menzubringen, um gemeinsam nach praktikablen Ansätzen und Lösungen zu suchen.



Ansprechpartner

Bundesamt für Naturschutz

Dirk Bernotat, Telefon: 0341/30977-13
Dr. Ralf Grunewald, Telefon: 038301/86-115