Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentation

Nachhaltige Lebensstile – welchen Beitrag kann ein bewussterer Fleischkonsum zu mehr Naturschutz leisten?

14. bis 17. November 2011 am Bundesamt für Naturschutz-Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm in Kooperation mit der Universität Greifswald (Professur für Umweltethik).

Informationen zur Tagung

Nachhaltige Lebensstile entstehen nicht auf dem Verordnungsweg oder von allein. Sie erfordern konkretes und bewusstes Handeln auf politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und privater Ebene. Als ein wichtiges Handlungsfeld ist der sehr hohe und noch immer wachsende Fleischkonsum in den Industrie- und Schwellenländern in den Fokus geraten. Dieser Konsum hat enorme Bedeutung für das Welternährungsproblem, die Art der Landnutzung, den Klimaschutz, die Gesundheit und den Naturschutz. Er ist eine wichtige und zudem relativ leicht zu drehende Stellschraube für einen nachhaltigen, naturverträglichen Lebensstil.
Die dreiteilige Tagungsreihe thematisiert, welchen Beitrag ein bewussterer Fleischkonsum zu mehr Naturschutz, Klimaschutz und Gesundheit leisten kann. Die erste Veranstaltung im Rahmen der Reihe beschäftigt sich mit der Frage
Welchen Beitrag kann ein bewussterer Fleischkonsum zu mehr Naturschutz leisten?

Innerhalb der Tagungen wird ein Bogen gespannt von konkreten Fallbeispielen über normativ-theoretische Auseinandersetzungen mit Nachhaltigkeitsfragen bis hin zu einer Verbindung der beiden Elemente und konkreten Umsetzungsvorschlägen.
Neben Expertenreferaten lässt die Veranstaltung verhältnismäßig viel Raum für eine aktive Einbindung der Tagungsteilnehmerinnen. Denn für Lebensstile ist jede Expertin – mindestens für ihren eigenen.

In Abgrenzung zu moralisierenden Verzichtspredigten möchten wir ausloten, in wie fern ein bewussterer Fleischkonsum nicht nur dem Tier- und Naturschutz förderlich ist, sondern darüber hinaus mehr Lebensqualität und Genuss für die Verbraucherinnen bedeutet und somit echte Win-Win-Situationen möglich sind.

(Die verwendete weibliche Form schließt die männliche ein.)



Präsentationen

Fleischkonsum in Deutschland und Gefährdung der Schutzgüter des Naturschutzes
Lieske Voget-Kleschin, Universität Greifswald

Fleischproduktion, Fleischkonsum und Naturschutz

Fleischgenuss und Landschaftsgestaltung
Rainer Luick, Hochschule Rottenburg

Erhaltung alter Nutztierrassen als Aufgabe des Naturschutz?
Antje Feldmann, Gesellschaft zur Erhaltung alter Nutztierrassen (GEH)

Potentiale der Fleischproduktion: Weidetiere als Landschaftspfleger
Antje Stöckmann, Hochschule Eberswalde (Veröffentlichung erfolgt in Kürze)

Abendbeitrag (Film): „Ehrfurcht vor dem Leben. Lasst uns über das Töten reden“
Bertram Verhaag


Ansprechpartner

Bundesamt für Naturschutz 
Dr. Norbert Wiersbinski, Telefon: 038301/86-111

Universität Greifswald - Professur für Umweltethik
Dipl. Laök Lieske Voget-Kleschin, Telefon: 03834/86-4120
Prof. Dr. Konrad Ott, Telefon: 03834/86-4121