Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentation

Wildnisgebiete in Deutschland

19. bis 22. November 2012 am Bundesamt für Naturschutz-Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm.


Buchenwald Grumsin (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) (Foto: K. Pape)
Buchenwald Grumsin (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) (Foto: K. Pape)

Informationen zur Tagung

Die Nationale Biodiversitätsstrategie (NBS) der Bundesregierungformuliert als Ziel, dass sich die Natur bis zum Jahr 2020 auf mindestens 2 % der Landesfläche in Deutschland nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln kann. Bei einem Großteil solcher Wildnisgebiete soll es sich um großflächige Gebiete handeln.
Weiterhin wird in der NBS ebenfalls bis 2020 angestrebt, dass der Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung 5 % der Waldfläche beträgt.

Im Rahmen der Tagung wurde daher zunächst eine klare begriffliche Abgrenzung im Sinne der NBS zwischen"Wildnisgebieten" einerseits und "Flächen mit natürlicher Waldentwicklung" andererseits vorgenommen.

Darüber hinaus wurden die folgenden Tagungsziele verfolgt:

  • Übersicht zu bereits vorhandenen „Wildnisgebiete“
  • Diskussion der Frage welchen Beitrag die „Flächen mit natürlicher Waldentwicklung“ zu einer Wildniskulisse liefern können
  • Diskussion der Gebietskulisse für mögliche Wildnis(entwicklungs)gebiete auch außerhalb von Wäldern. Neben Gebieten in Flussauen kommen hierfür insbesondere sekundäre Wildnisgebiete z.B. auf ehemaligen Truppenübungsplätzen und in Bergbaufolgelandschaften in Frage.

Die Diskussionen zu diesen Themenfeldern wurde jeweils durch Impulsreferate aus dem In- und Ausland eingeleitet.
Zielgruppe des Workshops waren Vertreter/innen von Naturschutzbehörden, Nationalen Naturlandschaften, Naturschutzverbänden, Naturschutzstiftungen und der Wissenschaft.


Programm (nicht barrierefrei)


Präsentationen

Einführung
UWE RIECKEN, PETER FINCK & MANFRED KLEIN, Bundesamt für Naturschutz

Begriffsklärung und Abgrenzungskriterien

Rewilding Europe - making Europe a wilderplace
WOUTER HELMER, Rewilding Europe Foundation, Niederlande

Der Wildnisbegriff im Sinne der Nationale Biodiversitätsstrategie
GERT ROSENTHAL, Universität Kassel

Möglicher Beitrag der Flächen mit natürlicher Waldentwicklung (5 % Ziel der NBS) an einer Wildnisgebietskulisse
ALBERT REIF, Waldbau-Institut der Universität Freiburg

Potenzielle Gebietskulisse für Wildnisgebiete

Waldgebiete


Der Beitrag der deutschen Wald-Großschutzgebiete zur Wildnisentwicklung in Deutschland (Teil1, Teil2)
KARL FRIEDERICH SINNER, EUROPARC e.V

Wildnisentwicklung in Flussauen


Wildnisentwicklung im Nationalpark Donau-Auen (Österreich)
(Teil1, Teil2)
CHRISTIAN BAUMGARTNER, Nationalpark Donau-Auen, Österreich

Sekundäre Wildnisgebiete


Wildnisentwicklung auf ehemaligen Truppenübungsplätzen in Brandenburg
PETRA RIEMANN, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

Das Wildnisprojekt Döberitzer Heide; Wisent, Przewalskipferd und Co.
PETER NITSCHKE, Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gGmbH

Wildnisentwicklung auf Flächen des Nationalen Naturerbes
DIETER PASCH, DBU Naturerbe GmbH

Rewilding in the Gelderse Poort, floodplains of the river Rhine
(Teil1, Teil2)
WOUTER HELMER, ARK Nature, Niederlande

Wildnisentwicklung in Bergbaufolgelandschaften am Beispiel der Goitzsche
DR. HEIDRUN HEIDECKE, BUND-Stiftung


Ansprechpartner

Bundesamt für Naturschutz

DR. UWE RIECKEN, Telefon: +49(0)228/8491-1510

DR. PETER FINCK, Telefon: +49(0)228/8491-1520

DR. MANFRED KLEIN, Telefon: +49(0)228/8491-1820