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Bundesamt für Naturschutz

Förderung von UNESCO-Biosphärenreservaten als Instrument zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Post-2020 CBD-Rahmens im südlichen Afrika

Internationale Zusammenarbeit
Internationale Projekte
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Stärkung der Kapazitäten von Schlüsselakteuren, Unterstützung von Prozessen zur Einrichtung neuer Biosphärenreservate und Stärkung regionaler Vernetzung
Projektregionen
Afrika
Inhaltliche Schwerpunkte
UNESCO Biosphärenreservat
Nachhaltige Nutzung
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet I 2.3 Internationaler Naturschutz
Laufzeit
02/2020 – 12/2022
Berglandschaft mit Fluss in Südafrika
Drakensberge, Südafrika

Beschreibung

Hintergrund

UNESCO-Biosphärenreservate sind „Modellregionen für nachhaltige Entwicklung“. In den Gebieten werden Ansätze für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur entwickelt und umgesetzt. Dabei wird versucht den großen Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben, Armut und Konflikt ganzheitlich zu begegnen. Die UNESCO erkennt Biosphärenreservate im Rahmen des Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) an und bietet damit ein hervorragendes Instrument für die Umsetzung wichtiger internationaler Abkommen, wie z.B. der Agenda 2030. Seit 1971 geben Biosphärenreservate entscheidende Impulse zur Erforschung, Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von unterschiedlichen Ökosystemen und Lebensräumen weltweit. 

Das Projekt

In den Ländern im südlichen Afrika ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Natur für eine nachhaltige Entwicklung hoch. Auch das Potential von Biosphärenreservaten zur Umsetzung der Agenda 2030 ist prinzipiell erkannt. Allerdings können institutionelle Hürden und der Mangel an Kapazitäten die Einrichtung neuer und das Qualitätsmanagement bestehender Biosphärenreservate erschweren.

Ziel des Projekts ist es daher, Schlüsselakteure in den Partnerländern des südlichen Afrika so zu stärken, dass sie diese Hürden überwinden können, um die Einrichtung neuer Biosphärenreservate zu ermöglichen und bestehende Biosphärenreservate weiterzuentwickeln. Außerdem sollen die Akteure untereinander besser vernetzt werden. 

Um diese Ziele zu erreichen führt das BfN zusammen mit der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) eine Kombination länderübergreifender und länderspezifischer Maßnahmen durch. 

Länderübergreifend werden Konsultations- und Austauschveranstaltungen organisiert, zur Vernetzung der Akteure untereinander und mit anderen Expertinnen und Experten aus der Region und weltweit.

Länderspezifisch unterstützen BfN und DUK Maßnahmen, die im jeweiligen Land aktuell konkret erforderlich sind, um weitere Fortschritte bei der Umsetzung des MAB Programms zu erreichen. Dies kann zum Beispiel die Finanzierung einer Evaluierung, die Unterstützung bei der Erarbeitung von Nominierungsdossiers, die  Durchführung von Stakeholder- Prozessen, der Austausch mit Expert*innen eines Nachbarlandes, oder die Unterstützung bei Gesprächen mit staatlichen Entscheidungsträgern sein. Wir freuen uns, dass so u.a. auch die Nominierung des ersten UNESCO-Biosphärenreservates in Lesotho erfolgreich unterstützt werden konnte. Die jeweiligen Bedarfe für Unterstützungsmaßnahmen legen die Partner vor Ort fest. Im engen Austausch mit ihnen konzipieren BfN und DUK individuell auf den Bedarf zugeschnittene Projekte, die dann von den Akteuren vor Ort durchgeführt werden. Mit diesem Ansatz der Projektdurchführung sollen die Partner gleichzeitig befähigt werden, künftig auch von anderen Stellen bedarfsgerecht Mittel einzuwerben. 

Mit dem hier vorgestellten Projekt bauen BfN und DUK auf dem vorangegangenen Projekt „Umsetzung der SDGs durch Weiterentwicklung des MAB Programms der UNESCO im südlichen Afrika“ auf, begleiten die dort angestoßenen Prozesse weiter und unterstützt deren Kontinuität.

Ausblick

Länderübergreifende Maßnahmen werden im Hinblick auf die Covid-19 Pandemie gemeinsam mit den Partnern vorerst in digitaler Form durchgeführt. So ist für 2022 ein digitaler Workshop geplant, damit sich Akteure des MAB Programms im südlichen Afrika vernetzen können. 

Auf Länderebene umfassen die Projektaktivitäten z.B.

  1. Technische und finanzielle Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung von Managementplänen für die langfristige Entwicklung von Biosphärenreservaten;
  2. Unterstützung bei der Erstellung und Einreichung formeller MAB Dokumente, für ein neues Biosphärenreservat.

Auch Aktivitäten für die Einbeziehung lokaler Gemeinschaften in Biosphärenreservate werden unterstützt, sowie weitere Maßnahmen, die Partner vor Ort vorschlagen.

Zielländer 

Botswana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika

Projektpartnerschaft

Deutsche UNESCO-Kommission e. V. (DUK)
Martin-Luther-Allee 42, 53175 Bonn
0228 60497-144
AfriMAB (African MAB Network Bureau) , UNESCO
UNESCO ROSA
8 Kenilworth Road, Newlands; Highlands, Harare Zimbabwe
+263 242 776775-9
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