Bundesamt für Naturschutz

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Biomassekulturen der Zukunft aus Naturschutzsicht

Laufzeit: Oktober 2011 - Dezember 2013

Der Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Rohstoffe, die Verminderung von Treibhausgasen in der Atmosphäre und der effektive Schutz der biologischen Vielfalt wurden für Deutschland und die EU als wichtige politische Ziele formuliert. Dem vermehrten Einsatz von speicherfähiger Biomasse zur Energieerzeugung kommt dabei eine Schlüsselrolle für die Erreichung ehrgeiziger CO2 Reduktionsziele zu.

Zur Erreichung der formulierten Biodiversitätsziele sind daher Nutzungssysteme erforderlich, die einerseits wirtschaftlich hinreichende Erträge im Energiesektor liefern, andererseits aber auch mögliche Umweltbelastungen und die Lebensraumansprüche von Arten der Agrarlandschaften berücksichtigen. Chancen für den biodiversitätskonformen Anbau von Energiepflanzen bieten in diesem Zusammenhang die mögliche Diversifizierung von Strukturen und Nahrungsangebot durch erweiterte Fruchtfolgen sowie der Anbau von Mischkulturen.

Das Forschungsvorhaben „Biomassekulturen der Zukunft“ hat unter dieser Prämisse unterschiedliche Energiepflanzen vergleichend untersucht, darunter Blühmischungen, die für die Biogaserzeugung verwertbar sind.

Im Zentrum des Vorhabens unter Leitung der Universität Hohenheim in Kooperation mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und dem LTZ Augustenberg standen biologische Untersuchungen in den Jahren 2012 und 2013. Die Untersuchungen wurden für ein breites Spektrum von Artengruppen durchgeführt, darunter Segetalvegetation, Blattkäfer, Wildbienen, Spinnen, Laufkäfer, Regenwürmer, Vögel sowie Feldhase und Reh.

Das Projekt liefert somit grundlegende Daten zu Biodiversitätseffekten von ausgewählten Kulturen und Teilen von Nutzungssystemen (Kulturfolge über 2 Jahre) im Bioenergiesektor. Entsprechende Daten sind unverzichtbare Grundlage für die Ausschöpfung möglicher Synergieeffekte im Sinne einer Optimierung der Biomasseproduktion im Energiesektor und der Erhaltung bzw. der Förderung von Biodiversität in Agrarlandschaften.






Letzte Änderung: 05.04.2017

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