Bundesamt für Naturschutz

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Lanzeitwirkungen von Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Natur und Landschaft

Laufzeit: Dezember 2011 - November 2013

Inzwischen gibt es seit etlichen Jahren zahlreiche, auch flächenmäßig bedeutsame Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FFA). Innerhalb des F+E-Vorhabens sollten auf ausgewählten, bereits länger genutzten Flächen ausgewählte Naturschutzaspekte (z. B. Artenvorkommen und -vergesellschaftung, tatsächliche Einsehbarkeit, Verschattungs- und Verstellungseffekte) untersucht werden. Bisherige Aussagen zur Habitatfunktion und zur Wirksamkeit der PV-FFA in der Landschaft sollten überprüft und ggf. weiterentwickelt werden.

Angesichts zunehmender Anlagenzahl und erheblicher Flächeninanspruchnahme durch selbige sollten hier Erkenntnislücken im Zusammenhang mit erforderlichen, naturschutzfachlichen Wirkungsprognosen geschlossen werden. Es sollten Minimierungsmöglichkeiten für negative Auswirkungen aufgezeigt werden; einerseits durch die Wahl geeigneter Standorte und andererseits bei der Anlage und Unterhaltungspflege der Aufstellflächen.

Langfristig ist von einem weiteren Ausbau der Anlagen auszugehen, zumal Photovoltaik bei sinkenden Modulpreisen und zugleich steigenden Energiepreisen absehbar gute Perspektiven auf dem Energiemarkt besitzt. Deshalb ist es sinnvoll, PV-FFA nicht nur als neue Landnutzungsform, sondern auch als möglichen Rückzugsraum oder Trittsteinbiotop für bestimmte ausgewählte Arten zu betrachten. Daher wurden Möglichkeiten zur Aufwertung der Habitatfunktion der Flächen ebenfalls untersucht.

Auf der Basis von Untersuchungen an acht bereits "älteren" PV-FFA sollten die Entwicklungen der Flächen bewertet werden. Daraus sollten einerseits Kriterien für die Standortwahl sowie andererseits für die Ausgestaltung der Anlagen abgeleitet werden.

Die Bearbeitung des Vorhabens erfolgte durch das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutz (GFN), Kiel und der GFN Umweltplanung, München.



Letzte Änderung: 18.01.2017

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