Bundesamt für Naturschutz

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Naturschutzaspekte für Strom aus Biomasse

Laufzeit: November 2012 bis Oktober 2014

Neben Zielen zum Klimaschutz hat sich Deutschland auch international wie national zu ambitionierten Zielen zum Erhalt der biologischen Vielfalt verpflichtet. Das EEG in der Fassung vom 01.01.2012 hatte vor diesem Hintergrund u. a. eine neue Vergütungsstruktur für Strom aus Biomasse eingeführt. Dabei sollten unter anderem Naturschutzbelange stärker integriert und Anreize zum Einsatz ökologisch freundlicher Stoffe gegeben werden.

Einige der Regelungen die im Zusammenhang mit der Vergärung von Biomasse zur Stromerzeugung enthalten waren, wurden mit dem Ziel aufgenommen, Naturschutzanliegen Rechnung zu tragen und Anreize für den verstärkten Einsatz auch naturverträglicher Biomasse zu geben.

Insofern galt es, die aus Naturschutzsicht relevanten Regelungen zu identifizieren und deren Umsetzung fachlich zu begleiten, zu evaluieren bzw. Handlungsbedarf zu identifizieren. So weit möglich sollte auch eine Abschätzung der Wirksamkeit der Regelungen mit Blick auf die wesentlichen Probleme bei Anbau und energetischer Verwertung der Biomassen beurteilt werden.

Untersucht wurden insbesondere:

  • die Wirkungen der Vergütungsregelungen des EEG in der Fassung vom 01.01.2012,
  • insbesondere die Vergütungsregelungen der beiden Einsatzstoffvergütungsklassen und dabei vor allem der Einsatzvergütungsklasse II, die ökologisch vorteilhafte Kulturen umfasste (Begründung zum EEG).

Dabei galt es zu klären, welche Relevanz die genannten Einsatzstoffe energetisch haben und deren ökologisch vorteilhafte Wirkungen zu konkretisieren. Ebenso sollten durch Evaluierung der Prinzipien und explizite Folgeabschätzungen der in den Listen genannten Substrate, speziell für den Naturschutz deren Wirkungen hinterfragt werden.

Im Ergebnis sollte aus Sicht des Naturschutzes eine Bewertung der Vergütungsregelungen des EEG im Bereich Biomasse erfolgen. Dabei sollte aktueller Klärungsbedarf aufgegriffen und etwaiger Handlungsbedarf für die Weiterentwicklung benannt werden.

Das Vorhaben wurde durch das Deutsche Biomassse-Forschungszentrum, Leipzig in Zusammenarbeit mit der Bosch & Partner GmbH, Berlin bearbeitet.




Letzte Änderung: 18.01.2017

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