Bundesamt für Naturschutz

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Wissensmanagement für eine naturverträgliche Energiewende

Laufzeit: Mai 2013 bis Ende April 2015

Insgesamt zielte das Vorhaben darauf hin, die Aktivitäten der Naturschutzverbände im Kontext der Energiewende zu stärken, enger zu vernetzen und damit den Naturschutzpositionen zu mehr Gewicht zu verhelfen. Dies sollte durch die Einrichtung einer Informations-, Diskussions- und Austauschplattform erfolgen. Dafür übernahm der NABU-Bundesverband die Koordination und Ausgestaltung des Prozesses, sah aber eine enge Kooperation mit den anderen relevanten Verbänden vor.

Einerseits sollte ein regelmäßiger Dialogprozess unter den Naturschutzverbänden strukturiert und begleitet sowie inhaltlich vorbereitet werden, andererseits sollte das vorhandene Wissen besser zugänglich gemacht werden. Neben der Bereitstellung und Sichtung von Informationen sollte das Vorhaben auch Lücken bzw. Schwerpunkte zukünftiger Aktivitäten identifizieren. Der Austausch der Verbände sollte auch strategische Themen ggf. Positionierungen umfassen.

Mit dem Agieren der Verbände war auch in besonderem Maße die Frage der Akzeptanz der Energiewende verbunden, da vielfach die Struktur der Verbände neben Aktivitäten auf der Bundes- bzw. Landesebene bis auf ehrenamtlich Tätige bei der Projektumsetzung zahlreiche Beteiligte einbindet.

Detaillierte Vorhabensziele waren:

  • Ein fortlaufendes Screening und eine strukturierte Auswertung von Studien, um mit Blick auf das gemeinsame Arbeitsprogramm der Umweltverbände wissenschaftliche Analysen, Bewertungen und Empfehlungen bereit stellen zu können,
  • neue Erkenntnisse aus laufenden Projekten und Monitoringvorhaben sowie Gerichtsurteilen, etc. wissenschaftlich zu bewerten und aufzubereiten sowie elektronisch verfügbar zu machen, z. B. in Form von Zusammenfassungen für Entscheidungsträger oder von gemeinsam getragenen Checklisten, Arbeitsmaterialien und Empfehlungen der Umweltverbände für regionale Akteure aus den Bereichen Energiewende, Planung und Naturschutz,
  • den Dialog zwischen den Energiewende-Akteuren untereinander, mit Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie vor allem mit dem ehrenamtlichen Naturschutz zu fördern, zu unterstützen und auszubauen, insbesondere durch die Beantwortung von individuellen Anfragen, Organisation von gemeinsamen Gesprächsterminen und die Vermittlung von Kontakten innerhalb und außerhalb der beteiligten Umweltverbände,
  • Erfahrungen mit den notwendigen Rahmenbedingungen für eine klima- und naturverträgliche Umsetzung der Energiewende in Deutschland auszuwerten und entsprechende Empfehlungen für die Ausgestaltung des Politikrahmens auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zu entwickeln. Diese sollten auch auf Englisch für interessierte Akteure aus anderen EU-Mitgliedsstaaten oder aus Brüssel elektronisch zur Verfügung gestellt werden,
  • Herausforderungen, Defizite und Lösungsansätze für eine klima- und naturverträgliche Energiewende in den o. g. Handlungsfeldern zu identifizieren und systematisch aufzuarbeiten, um sie in die relevanten politischen Plattformen einspeisen zu können,
  • Aufbau, Strukturierung sowie Bereitstellung von Inhalten, laufende Aktualisierung und Weiterentwicklung einer neuen Internetdomain zur gemeinsamen Plattform der Umweltverbände



Letzte Änderung: 18.01.2017

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