Bombina bombina (Linnaeus, 1761)

Rotbauchunke

40-45 mm große Unke mit kontrastreicher Unterseite

EU-Code: 1188, Anh. II, IV

Rote Liste Deutschland: 2 (2009)


Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Rotbauchunke liegt im europäisch-kontinentalen Bereich. In Deutschland kommt sie nur im Nordosten vor, wobei sie westlich bis in die Elbe-Niederung verbreitet ist. Die Laichgewässer liegen meist in der offenen Agrarlandschaft. Zur Überwinterung werden häufig benachbarte Waldbereiche aufgesucht.


Fortpflanzung/Biologie

Der Laich wird im Zeitraum von April bis Juli in sonnigen, meist stehenden, flachen Gewässern mit nicht zu dichtem Pflanzenbewuchs abgesetzt. Als Ruhebereiche dienen im Sommer luftfeuchte Hohlräume (z. B. unter Steinen) im nahen Umfeld der Laichgewässer, im Winter hingegen frostsichere verlassene Nagerbauten o. ä. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 10 Jahren.


Gefährdung

Die Umwandlung von Grünland in Acker, die Verstärkung der Düngung sowie die Überweidung von Grünlandflächen als Folgen einer Intensivierung der Landwirtschaft beeinträchtigen die Qualität der Teillebensräume z. T. stark. Die Entwässerung, besonders in Auenlebensräumen, führt zum Verlust geeigneter Laichgewässer.


Schutz

Priorität hat der Schutz geeigneter Lebensräume. Darüber hinaus sollte die Bewirtschaftung zumindest im Bereich der Laichgewässer und deren Umgebung extensiviert werden. Kleinstrukturen als Ruhebereiche im Umfeld der Laichgewässer sollten erhalten bzw. geschaffen werden. Zur Vernetzung der Vorkommen sollten Kleingewässer saniert bzw. neu angelegt werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Sy, T. (2004): Bombina bombina (Linnaeus, 1761). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 22-31.


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