Alosa alosa (Linnaeus, 1758)

Maifisch

bis 70 cm langer, heringsartiger Fisch

EU-Code: 1102, Anh. II, V

Rote Liste Status (D) 1


Verbreitung

Der Maifisch ist von Island und Norwegen bis zur nordafrikanischen Atlantikküste und im nordwestlichen Mittelmeer verbreitet. Vereinzelte Nachweise gibt es in der Ostsee. In Deutschland gibt es nur aus dem Rhein sichere Nachweise. Einzelfunde sind aus Elbe und Havel bekannt. Zur Fortpflanzungszeit steigt die Art aus dem Meer in die großen Flüsse auf.


Fortpflanzung/Biologie

Im März und April steigen die laichbereiten Tiere in die großen Flüsse auf. Sie finden sich zu Schwärmen zusammen und legen an flachen Stellen mit starker Strömung ihre Eier ab. Pro Weibchen werden mehrere 100.000 Eier abgelegt. Die erwachsenen Tiere sterben i. d. R. danach. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 10 Jahren.


Gefährdung

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stellte die intensive Fischerei auf den Wanderwegen eine große Gefahr dar. Querbauwerke, Gewässerverschmutzung und Laichplatzverlust durch die Errichtung von Staudämmen sowie Wellenschlag durch vermehrte Schiffahrt beeinträchtigen den Lebensraum aktuell.


Schutz

Alle bekannten Vorkommen der Art, insbesondere die Laichgebiete, sollten in Schutzgebieten gesichert werden. Die Durchgängigkeit der Flüsse sollte gefördert werden, damit eine Wanderung flussaufwärts möglich ist. In den Ästuarbereichen muss genug störungsarmer Raum für die Anpassung der Tiere an Salz- bzw. Süßwasser vorhanden sein.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Bless, R. (2004): Alosa alosa (Linnaeus, 1758). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 218-222.


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