Alburnus mento (Heckel, 1836)

Syn: Chalcalburnus chalcoides (Gueldenstadt, 1772)

Seelaube

bis 35 cm langer, karpfenartiger Fisch

EU-Code: 1141, Anh. II

Rote Liste Deutschland: * (2009)


Verbreitung

Das Verbreitungszentrum der Seelaube stellen Flüsse dar, die in das Schwarze und Asowsche Meer entwässern. Weiterhin kommt sie in verschiedenen Alpen- bzw. Voralpenseen vor. In Deutschland gibt es derzeit aktuelle Vorkommen im Starnberger See, Chiemsee und Simssee.


Fortpflanzung/Biologie

Zur Laichzeit im Mai und Juni ziehen Schwärme in die Ab- und Zuflüsse der Seen, um an flachen überströmten Stellen ihre Eier abzulegen. Die Männchen werden mit 5 und die Weibchen mit 6 Jahren geschlechtsreif. Das Höchstalter liegt bei ca. 8 Jahren. Die Nahrung besteht überwiegend aus Plankton.


Gefährdung

Die Art ist besonders durch Nährstoffanreicherung in den Gewässern gefährdet. Die Verbauung der Zu- bzw. Abflüsse der Seen stellt eine weitere Beeinträchtigung dar.


Schutz

Nährstoffanreichernde Einleitungen sollten vermieden werden, da sie die reinen Kies- und Geröllbereiche, die von der Art zum Ablaichen benötigt werden, beeinträchtigen. Alle bekannten Vorkommen sollten in speziellen Schutzgebieten geschützt werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Bless, R. (2004): Chalcalburnus chalcoides (Gueldenstaedt, 1772). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 235-238.


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