Lucanus cervus (Linnaeus, 1758)


Hirschkäfer

bis 80 mm langer Käfer aus der Familie der Schröter

EU-Code: 1083, Anh. II

Rote Liste Deutschland: 2 (1998)


Verbreitung

Die Art ist in großen Teilen Europas anzutreffen. In Deutschland sind von der ursprünglich flächendeckend verbreiteten Art nur noch kleine Vorkommen, besonders in alten Laubmischwäldern, aber auch in großen und v. a. alten Parkanlagen vorhanden.


Fortpflanzung/Biologie

Zur Paarungszeit dienen den Geschlechtern blutende Alteichen oder -buchen als Treffpunkt. Als Brutstätte werden stark abgängige Bäume, Stubben, am bzw. im Boden liegende Starkhölzer oder dergleichen genutzt. Das Weibchen stirbt nach der Ablage von bis zu 50-100 Eiern. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert 5, in seltenen Fällen sogar 8 Jahre.


Gefährdung

Unter anderem führt intensive Forstwirtschaft in den Wäldern zum Verlust alter und morscher Laubbäume, die der Art als Habitat dienen. Die Wühltätigkeit von Wildschweinen kann den Larven, die sich im Boden verpuppen gefährlich werden.


Schutz

Tote bzw. kränkelnde Bäume sollten in den Wäldern und wenn möglich in den Parks verbleiben können. Besiedelte Bäume müssen besonders geschützt werden. Es muss dafür gesorgt werden, dass geeignete Brutbäume nachwachsen können.


Literaturhinweis

verändert nach:
Klausnitzer, B. und Wurst, C. (2003): Lucanus cervus (Linnaeus, 1758). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 403-414.


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