Buxbaumia viridis (Moug. ex Lam. & DC.) Brid.


Grünes Koboldmoos

winziges, dicht verzweigtes Laubmoos

EU-Code: 1386, Anh. II

Rote Liste Deutschland: V (2018)


Verbreitung

Die Art ist in Europa weit verbreitet, aber selten und tritt nur sporadisch auf. In Deutschland kommt sie aktuell lediglich noch in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen vor. Das konkurrenzschwache Moos wächst auf morschem Holz von Nadel-, seltener Laubbäumen in permanent luftfeuchten Nadel, seltener Laub- und Mischwäldern.


Fortpflanzung/Biologie

Die Art ist einhäusig und verbreitet ihre Sporen an den bekannten Fundorten im August. Über ihre Lebensdauer und Fortpflanzungsstrategie ist bislang wenig bekannt.


Gefährdung

Hauptgefährdungsursache ist die Vernichtung von alten, natürlichen oder halbnatürlichen Nadelwäldern und deren forstliche Übernutzung, die das Mikroklima der Wuchsorte verändert. Auch die Verringerung des Totholzanteils in den Wäldern sowie vermutlich die Luftverschmutzung, Pestizid- und Nitrateinträge und die Kalkung der Wälder wirken sich negativ aus.


Schutz

Vorrangig ist der Schutz und Erhalt großer, alter, natürlicher bis naturnaher Nadel- und Mischwälder - v. a. Buchen-Tannenwälder. Sie sollten eine Ausdehnung von mindestens 500 bis 1000 ha haben und höchstens einer extensiven Forstwirtschaft unterliegen. In diesen Gebieten muss das Totholz im Wald belassen werden und es sollte keine Kalkung erfolgen.


Literaturhinweis

verändert nach:
Hachtel, M.; Ludwig, G. und Weddeling, K. (2003): Buxbaumia viridis (Moug. ex Lam. und DC.) Brid. In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag)- Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 221-232.


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