Lynx lynx (Linnaeus, 1758)

Syn.: Felis lynx

Luchs

katzenartiges Raubtier

EU-Code: 1361, Anh. II, IV

Rote Liste Deutschland: 2 (2009)


Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Luchses erstreckte sich von den Pyrenäen durch ganz Eurasien bis zum Pazifik. In den 60er Jahren kam die Art in Deutschland nur noch im Bayerischen Wald vor. Seit ca. 10 Jahren breitet sie sich wieder aus. Der Luchs benötigt große ungestörte Reviere, die er heute überwiegend in Wäldern findet.


Fortpflanzung/Biologie

Weibliche Luchse werden mit 2, männliche mit 3 Jahren geschlechtsreif. Die Hauptpaarungszeit liegt im Februar und März. Nach ca. 73 Tagen werden 2-3, seltener bis zu 5 Junge geboren. Das Geschlechterverhältnis ist bei der Geburt ausgeglichen.


Gefährdung

Die Hauptgefährdung für den Luchs liegt in der Lebensraumzerschneidung (Verkehrstod, genetische Verarmung) sowie in der Gefahr illegaler Abschüsse.


Schutz

In Vorkommensgebieten sind eine besondere Schulung der Jäger, ein Verzicht auf Straßenneubaumaßnahmen und die Anlage von Grünbrücken bei bestehenden Straßen notwendige Schutzmaßnahmen. Wegen der hohen Mobilität der Tiere ist die Erhaltung der beständigen Vorkommen wichtiger als aufwändige Wiederansiedlungsprojekte.


Literaturhinweis

verändert nach:
Meinig, H. und Boye, P. (2004): Lynx lynx (Linnaeus, 1758). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 436-442.


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