Myotis dasycneme (Boie, 1825)

Teichfledermaus

mittelgroße Fledermaus mit weißem Bauchfell

EU-Code: 1318, Anh. II, IV

Rote Liste Deutschland: D (2009)


Verbreitung

Die Teichfledermaus ist von der östlichen Nordseeküste bis zum Jenissey in Russland verbreitet. In Deutschland wurden Wochenstuben bislang in Norddeutschland gefunden. Als Sommergast und Überwinterer ist die Art weiter verbreitet. Quartiere wurden bislang überwiegend an Gebäuden gefunden; Jagdgebiete über großen stehenden oder langsam fließenden Gewässern.


Fortpflanzung/Biologie

Die Jungen werden Anfang Juni geboren. Sie verlassen ab Juli das Quartier. Die Begattung erfolgt überwiegend im Spätsommer oder kurz nach dem Winterschlaf. Die Wochenstuben mit > 300 Weibchen werden Ende März-Mitte April bezogen und spätestens Anfang September verlassen. Die Weibchen werden im 2. Jahr geschlechtsreif und haben i. d. R. ein Junges pro Jahr.


Gefährdung

Hauptgefährdungsursachen sind für die Teichfledermaus die Vernichtung bzw. Pestizidbelastung (Holzschutzmittel) der Quartiere sowie das Fällen von höhlenreichen Bäumen in Gewässernähe.


Schutz

Notwendig zum Schutz der Art sind die Erhaltung von Höhlenbäumen in Gewässernähe und ein Schutz der Quartiere von Kolonien in und an Gebäuden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Boye, P.; Dense, C. und Rahmel, U. (2004): Myotis dasycneme (Boie, 1825). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 482-488.


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