Bundesamt für Naturschutz

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Gebietsfremde Baumarten/Invasivität


Starke Douglasien Pseudotsuga menziesii in einem naturnah bewirtschafteten Mischwald (© Hagen Kluttig)
Starke Douglasien, naturnah bewirtschafteter Eichen-Hainbuchenbestand im nördlichen Steigerwald.

Gemäß der Invasivitätseinstufung des BfN werden neun Baumarten (Acer negundo, Ailanthus altissima, Fraxinus pennsylvanica, Pinus strobus, Populus canadensis, Prunus serotina, Pseudotsuga menziesii, Quercus rubra, Robinia psuedoacacia) auf der sogenannten „Managementliste“ der invasiven Arten geführt.

Von forstlicher Bedeutung und daher besonders konfliktbehaftet ist insbesondere die Douglasie, die zwar bislang erst auf ca. zwei Prozent der Waldfläche in Deutschland vorkommt, mit deren starker weiterer Verbreitung und Ausdehnung der Anbaufläche aber zukünftig zu rechnen ist, da die aus dem pazifischen Nordwesten Amerikas stammende Baumart von der Forstwirtschaft vielfach als vermeintliche Alternative zu heimischen Baumarten propagiert wird.

Publikationen und weiterführende Links:

WOHLGEMUTH, T.; HAFNER, J.; HÖLTERMANN, A.; MOSER, B.; NEHRING, S.; RIGLING, A. (2019): Impacts of Douglas-fir on forests and openland habitats; In: What Science Can Tell Us 9, 57-62.

DVFFA, BfN (2016): Eingeführte Baumarten: Gemeinsames Papier vorgelegt. AFZ-DerWald 71, 6: 6. [Gemeinsames Positionspapier des DVFFA und des BfN zum Anbau der Douglasie]

VOR, T.; NEHRING, S.; BOLTE, A.; HÖLTERMANN, A. (2016): Assessment of invasive tree species in nature conservation and forestry – contradictions and coherence; In: KRUMM F. & VÍTKOVÁ, L. (Eds.), Introduced tree species in European forests: opportunities and challenges. European Forest Institute, Joensuu: 148-157.

HÖLTERMANN, A.; NEHRING, S.; HERBERG, A.; KRUG, A. (2016): Die Douglasie aus Sicht des Bundesamtes für Naturschutz, In: AFZ - Der Wald, Heft 12, 34-37. 


Spätblühende Traubenkirsche Prunus serotina unterwandert Kiefernbestand und verhindert die Naturverjüngung heimischer Baumarten, Rheinniederterrasse bei Schwetzingen ein (© ILN)
Spätblühende Traubenkirsche wandert in Kiefernbestand auf Rheinniederterrassen-Standort bei Schwetzingen ein und verhindert die Naturverjüngung heimischer Baumarten.

Letzte Änderung: 15.03.2021

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