Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Weitere Fördermöglichkeiten

Förderdatenbank

Die  Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gibt einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Hierin enthalten sind auch eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten aus den Bundesländern, mit denen sich Naturschutzmaßnahmen finanzieren lassen.
Bei der Recherche nach Finanzierungsmöglichkeiten sollte man nicht nur nach dem engeren Bereich des Naturschutzes suchen. Auch Förderprogramme für andere Bereiche, können für Naturschutzmaßnahmen direkt oder indirekt verwendet werden (z.B. Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, ländliche Entwicklung, Vermarktung, Stadtentwicklung, Wasserwirtschaft, Klimaschutz- und -anpassung, Arbeitsmarkt, Bildung etc.).
Die für Naturschutz relevanten EU-Programme für regionale Entwicklung (EFRE), ländliche Entwicklung (ELER), der Sozialfonds (ESF) und der Fischereifonds (EMFF) sowie die Bund-Länder-Programme für Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) und regionale Wirtschaftsstruktur (GRW) sind nicht direkt nutzbar sind, sondern nur über die Länderprogramme, die mit ihnen ko-finanziert werden.

 Förderdatenbank


EU-Finanzierungsinstrument für die Umwelt- und Klimapolitik (LIFE)

Das EU-Förderprogramm LIFE unterteilt sich ist in die beiden Teilprogramme "Umwelt" und "Klimapolitik".

Im Teilprogramm Umwelt werden gefördert:
• Biodiversität (u.a. Verfahren zur Eindämmung des Verlusts an Biodiversität und Unterstützung der  Natura-2000-Gebiete)
• Umwelt und Ressourceneffizienz (u.a. Einbeziehung von Umweltzielen in andere Bereiche).

Das Teilprogramm Klimapolitik deckt folgende Bereiche ab:
• Klimaschutz (Verringerung von Treibhausgasemissionen);
• Anpassung an den Klimawandel (Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel).

In beiden Bereichen des Teilprogramms Klimapolitik können auch ökosystembasierte Lösungen mit Relevanz für den Naturschutz unterstützt werden. Es lassen sich in allen Fällen auch Maßnahmen im Bereich Verwaltungspraxis und Information fördern.
Darüber hinaus wurde mit den „integrierten Projekten“ ein neuer Projekttyp geschaffen. Ihr Ziel ist die bessere Umsetzung der Umwelt- und Klimapolitik und deren Integration in andere Politikbereiche insbesondere durch eine koordinierte Mobilisierung anderer EU-, nationaler und privater Mittel.
Weitere Informationen finden sie über die  Förderdatenbank und auf der  LIFE-Internetseite der EU.


Handbuch zur Naturschutzfinanzierung

Aufbauend auf praxisorientierten und methodischen Hinweisen für das Projekt- und Finanzmanagement stellt dieses von BMU und BfN 2004 herausgegebene Handbuch die verschiedenen staatlichen und privaten Quellen zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen dar, gibt Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung und vermittelt darüber hinaus Basiswissen in den Bereichen Fundraising, Sponsoring und Relationship-Management. Anhand von Good-Practice-Beispielen wird das vermittelte Wissen beispielhaft erläutert und vertieft.
 Handbuch zur Naturschutzfinanzierung, pdf-Datei, 3,9 MB


Leitfaden zur Nutzung von EU-Förderprogrammen für Naturschutzmaßnahmen

EU-Förderinstrumente, aus denen im EU-Programmzeitraum 2014-2020 unter anderem oder auch speziell Naturschutzmaßnahmen finanziert werden können, sind im Wesentlichen:

  • EU-Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
  • Strukturfonds, insbes. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Europäischer Sozialfonds (ESF)
  • Europäischer Fischereifonds (EFF)
  • Finanzierungsinstrument für die Umwelt (LIFE+) und
  • 8. Forschungsrahmenprogramm bzw. Horizon 2020 (RP8)

Der im Auftrag der Europäischen Kommission erarbeitete Leitfaden  "Finanzierung von Natura 2000 - Leitfaden der EU“ von 2007 informiert darüber, wie die Mittel aus diesen Förderprogrammen für Naturschutzmaßnahmen genutzt werden können. Viele der Informationen gelten auch für Maßnahmen außerhalb von Natura 2000.


Beratungshilfeprogramm des Bundesumweltministeriums

Seit dem Jahr 2000 unterstützt das BMUB mit Mitteln des  Beratungshilfeprogramms Umweltschutz-Projekte in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie seit 2015 weiteren an die EU angrenzenden Staaten. Projektträger ist das UBA; bei Projekten im Themenfeld "Naturschutz und Biodiversität" wird das BfN mit der Fachbegleitung betraut. Insgesamt wurden bereits über 300 Vorhaben mit circa 27 Millionen Euro finanziert. Auf der  Infoseite des BMUB sowie auf der  Infoseite des UBA finden Sie weitere Informationen zur Zielsetzung, inhaltlichen Ausrichtung, regionalen Schwerpunkten, Förderkriterien und finanziellen Kapazitäten des Programms. Infos zu einzelnen Projekten finden Sie in der programmspezifischen  Projektdatenbank des UBA. In der Datenbank können laufende und bereits abgeschlossene Projekte recherchiert werden. Meist hält die Datenbank weiterführende Projektinformationen und teilweise Projektergebnisse und Links zu weiterführenden Informationen zum Download bereit.


Naturschutzförderung international

Seit 2013 stellt Deutschland, wie 2008 durch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversitätskonvention ( CBD ) in Bonn zugesagt, 500 Millionen € jährlich für den Erhalt von Wäldern und anderen Ökosystemen international zur Verfügung. Die Mittel werden über bestehende Kanäle vergeben.

Durch die unter deutscher CBD -Präsidentschaft initiierte Finanzierungs-Plattform  LifeWeb wird der  Strategische Plan der CBD 2011-2020 und das   CBD -Arbeitsprogramm zu Schutzgebieten unterstützt, indem man Angebot und Nachfrage bezüglich Finanzierung für Biodiversitätsprojekte zusammenbringt.

Bereits 2008 hat das BMUB die internationale  Klimaschutzinitiative (IKI) ins Leben gerufen, bei der Biodiversität ein Förderschwerpunkt ist. Die vom BMUB und dem britischen Umweltministerium gegründete  NAMA-Fazilität (Nationally Appropriate Mitigation Actions) fördert national angepasste Klimaschutzmaßnahmen, welche ökosystembasiert sein können. Der deutsche Beitrag in Höhe von 40 Millionen Euro stammen aus dem Energie- und Klimafonds.

Die  KfW Entwicklungsbank führt Deutschlands Finanzielle Zusammenarbeit im Naturschutz durch. Infos zu einzelnen Projekten finden Sie in der  Projektdatenbank unter „Umwelt und Klima“ (Suche in Projekten: Biodiversität oder Naturschutz).

Weiterhin finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auch auf internationaler Ebene Forschung zu  nachhaltigem Landmanagement zum Schutz von Klima und Ökosystemleistungen.

Die 2002 gegründete  Conservation Finance Alliance hält auf ihrer Website ebenfalls vielfältige Informationen über Fördermöglichkeiten im internationalen Raum bereit. 


Linktipps

Bundesamt für Naturschutz:
 Natura 2000 – Finanzierung

Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL):
 Natura 2000 – Finanzierung
 EU-Förderung des Naturschutzes 2007 bis 2020

 

 

Weitere Informationen

Publikation Naturschutz - effizient planen, managen und umsetzen.

BfN (Hrsg.) (2012):  Naturschutz - effizient planen, managen und umsetzen. Methodenhandbuch und Ratgeber für Wirtschaftlichkeit im Naturschutz.


BREITSCHUH, U. & FEIGE, I. (2003)

Projektmanagement im Naturschutz.
Leitfaden für kooperative Naturschutzprojekte.

220 S., EUR 12.00
ISBN 3-7843-3838-0


Letzte Änderung: 26.08.2015

 Artikel drucken