Agro-Gentechnik und Naturschutz
1995 wurde in Kanada erstmalig gentechnisch veränderter Raps kommerziell angepflanzt. Im Jahr darauf folgte die wirtschaftliche Nutzung von transgenem Soja in den USA. Inzwischen werden weltweit auf ca. 102 Millionen ha (Quellen: ISAAA Briefs No 35-2006, Januar 2007) landwirtschaftlicher Fläche transgene Soja-, Mais-, Baumwoll- und Rapssorten ausgebracht. Hauptanbaugebiete sind die USA, Kanada, Argentinien und China.
Transgener Bt-Mais ist der erste GVO der in der EU kommerziell angebaut wurde. Alle Sorten sind aus MON810-Mais hervorgegangen, der in der EU seit 1998 eine Gentechnikrechtliche Zulassung für den Anbau sowie als Lebens- und Futtermittel besitzt. Neben der Gentechnikrechtlichen Zulassung benötigten die GV-Pflanzen für einen kommerziellen Anbau, wie alle neuen Sorten, auch eine Sortenzulassung nach dem Saatgutverkehrsgesetz. Ende 2004 wurden 17 GV-Sorten in das EU-Saatgutregister eingetragen und dürfen nun EU-weit vertrieben werden. Zunächst wurde nur in Spanien auf ca. 25.000 ha großflächig transgener Mais angebaut. Ende 2005 wurden auch in Deutschland die ersten transgenen Maissorten zugelassen und angebaut. Mit einer großflächigen kommerziellen Nutzung stellen sich neue naturschutzfachliche und ökologische Fragen.


