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Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt


Logo der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

In Deutschland wurde am 7. November 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt vom Bundeskabinett verabschiedet.
Das Bundesministeriums für Umwelt-, Naturschutz und Reaktorsicherheit bietet die  Strategie als Download an.

Daher hat die Bundesregierung unmittelbar mit dem Beschluss der Nationalen Strategie im November 2007 einen breit angelegten Dialogprozess mit allen relevanten Akteursgruppen begonnen. Ziel dieses Prozesses ist es, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen an der Umsetzung zu beteiligen und die verschiedenen Aktivitäten und Initiativen miteinander zu vernetzen. Weiterführende Informationen zum Umsetzungsprozess finden sich unter  www.biologischevielfalt.de

Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung für die 17. Legislaturperiode ist die nationale Strategie zur biologischen Vielfalt weiterhin fest verankert und soll durch ein Bundesprogramm flankiert werden. Die Strategie kann als gesamtgesellschaftliches Programm angesehen werden. Insgesamt enthält die Strategie rund 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen zu allen biodiversitätsrelevanten Themen. Damit ist die deutsche Strategie zur biologischen Vielfalt die weltweit anspruchsvollste.

Es geht in der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt gleichermaßen um Schutz, nachhaltige Nutzung und soziale Aspekte der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Das entspricht dem Leitprinzip der Nachhaltigkeit und auch den drei Säulen des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt.


Titelseite der Strategie
Titelcover Der Strategie

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) ist eine Zukunftsvision der Bundesregierung, in der rund 330 Zielvorgaben und 430 konkrete, akteursbezogene Maßnahmen beschrieben werden. Sie ist eine für mindestens vier Legislaturperioden ausgelegte und für die gesamte Bundesregierung verpflichtende Strategie, deren Erfolg anhand eines Indikatorensets und Rechenschaftsberichte regelmäßig überprüft werden kann. Herausragend bei der deutschen Strategie ist die Vernetzung und Einbettung in bestehende nationale und internationale Vereinbarungen, wie die nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die Biodiversitätsstrategie der EU und die Beschlüsse der Convention on Biological Diversity ( CBD ). Erarbeitet worden ist die Strategie von 2003 bis 2007 unter Beteiligung von Fachleuten aus Verbänden und Wissenschaft im Rahmen der „Wilhelmshöher Gespräche“ zu Beginn des Jahres 2004. Mit Beschluss der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt im November 2007 ist der Umsetzungsprozess mit dem 1. Nationalen Forum und sieben Regionalen Foren in ganz Deutschland gestartet. Nun wird er seit 2008 mit Dialogforen, mit einzelnen Akteursgruppen und Themen wie z.B. „Wissenschaft und Forschung“ , „gesellschaftliches Bewusstsein“ oder „Biologische Vielfalt in Kommunen“ auch im Jahr 2010 fortgesetzt.

Umsetzung

Die Verwirklichung der Ziele und Maßnahmen der NBS ist keine Aufgabe des BMU oder der Bundesregierung allein, sondern aller staatlichen und nicht-staatlichen Akteure. Das Bundesumweltministerium (BMU) hat deshalb bereits im Dezember 2007 mit der Umsetzung der Strategie begonnen, einen umfangreichen Prozess zur Einbeziehung der gesellschaftlichen Gruppen in die Umsetzung der NBS gestartet und alle Akteure eingeladen, sich daran zu beteiligen:


  • Einmal jährlich finden große Nationale Foren zur biologischen Vielfalt statt. Sie dienen der Vernetzung der Akteure untereinander und greifen aktuelle Schwerpunkte aus dem NBS-Umsetzungsprozess auf.
  • In sieben Regionalen Foren wurde im Jahre 2008 die NBS in den verschiedenen Regionen Deutschlands bekannt gemacht und Schwerpunktthemen der Strategie diskutiert (siehe unten). In dieser Veranstaltungsreihe wurden auch Wünsche und Anregungen für den Dialogprozess gesammelt und ausgewertet.
  • Im Sommer 2008 begann die Reihe akteursspezifischer Dialogforen. Ziel dieser Veranstaltungen ist es nicht mehr, in erster Linie über die NBS zu informieren, sondern aus der Fülle der Ziele der NBS die für bestimmte Akteursgruppen relevanten Ziele herauszugreifen und mit den Akteuren zusammen Wege zur Verwirklichung der Ziele zu suchen.Zwischenzeitlich sind bereits über 20 Dialogforen mit den unterschiedlichsten Akteuren durchgeführt worden. Diese Reihe wird fortgesetzt.

Für die Steuerung des gesamten Umsetzungsprozesses wurden geeignete Gremien im BMU (Lenkungsausschuss und sechs Projektgruppen) und in der Bundesregierung (Interministerielle Arbeitsgruppe von insgesamt 11 Bundesministerien unter Leitung des BMU) eingesetzt. In der Interministeriellen Arbeitsgruppe wird die Umsetzung der Strategie innerhalb der Bundesregierung koordiniert und vorangetrieben. Länder und Kommunen sind als staatliche Akteure in den Gesamtprozess eingebunden.

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Webseite zum Umsetzungsprozess
Webseite zum Umsetzungsprozess

Letzte Änderung: 06.12.2012

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