Bundesamt für Naturschutz

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Tagungskalender

Ort:
Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm
D -18581 Putbus
 Hinweise zur Anreise
Info:
Frau Finger, Tel.: 038301-86-112, Fax: 038301-86-117,
 Martina.Finger@bfn.de

Bitte beachten Sie, dass die angegebenen Tagungszeiträume jeweils einen Anreisetag und einen Abreisetag beinhalten.



Naturschutz und Landwirtschaft im Dialog: Naturschutzfachliche Ausgestaltung von Ökologischen Vorrangflächen

19.09.2016 - 22.09.2016

Veranstalter:
Bundesamt für Naturschutz in Kooperation mit dem Institut für Ländliche Strukturforschung (ifls), Institut für Ländliche Räume des Johann Heinrich von Thünen-Institut und Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB)
Leitung:
Heike Nitsch (ifls), Dr. Norbert Wiersbinski (BfN- INA ), Johanna Gundlach (BfN, FG II 3.1)
Teilnehmer:
VertreterInnen von Bundes- und Landesbehörden aus Agrar- und Umweltressort, VertreterInnen aus Wissenschaft (Agrar-, Naturschutz-/Umweltsektor), VerbändevertreterInnen (Landwirtschaft, Naturschutz), insbesondere ExpertInnen für Naturschutz in der Agrarlandschaft, Agrarpolitik und Landbewirtschafter

Mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik soll die Landwirtschaft in Europa ökologischer und nachhaltiger werden. Vor diesem Hintergrund wurde in den EU-Verordnungen das sogenannte Greening aufgenommen, welches seit dem 01. Januar 2015 für Betriebsinhaber, die einen Antrag auf EU-Direktzahlungen stellen, in Kraft getreten ist. Eine zentrale Greeningmaßnahme, die laut EU-VO neben dem Wasser-, Klima-, und Bodenschutz schwerpunktmäßig auf den Erhalt der biologischen Vielfalt abzielt, ist die Einrichtung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) auf 5 % der Ackerfläche. Die Umsetzung von ÖVF ist für Betriebe ab 15 ha Ackerland - abgesehen von wenigen Ausnahmeregelungen - verpflichtend. In Deutschland werden alle im EU-Recht aufgeführten Typen ökologischer Vorrangflächen angeboten. Damit haben Landwirte die maximale Flexibilität in der Auswahl von Flächentypen mit und ohne Nutzungsoptionen. Aus naturschutzfachlicher Sicht sind jedoch nicht alle Flächentypen gleichermaßen geeignet, um das Biodiversitätsziel zu erreichen. Um eine deutliche Verbesserung für die Artenvielfalt in Agrarlandschaften zu bewirken, sind häufig zusätzliche Kriterien und Anforderungen bei den Nutzungsoptionen wie z.B. beim Zwischenfrucht- und Leguminosenanbau, erforderlich. Die Veranstaltungsreihe "Naturschutz und Landwirtschaft im Dialog" vom 19. - 22.09.2016 widmet sich vor dem genannten Hintergrund explizit der Optionen zur naturschutzfachlichen Ausgestaltung von Ökologischen Vorrangflächen. Ein zentrales Element ist dabei die Vorstellung von Untersuchungsergebnissen und Empfehlungen eines BfN-geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhabens zum o.g. Titelthema. Die Ergebnisse aus den Felduntersuchungen zur ökologischen Bedeutung von ÖVF-Typen, den Befragungen von Landwirten und Verwaltungsvertretern, Analysen von InVeKoS-Daten sowie der daraus abgeleiteten Empfehlungen zur Ausgestaltung von ÖVF dienen u.a. als Grundlage für die Diskussion von Anpassungsmöglichkeiten des Greenings auf EU- und Bundesebene.

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Letzte Änderung: 28.05.2016

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