Bundesamt für Naturschutz

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Religionen und Natur


Natur bewahren. Ein gemeinsames Anliegen von Religionen und Naturschutz (Foto: Anna Harzheim; Fotowettbewerb der UN-Dekade biologische Vielfalt)
Geöffnete Hände halten dem Betrachter eine Blume entgegen.

Zur „Bewahrung der Schöpfung“ ruft nicht nur die christliche Lehre auf, sondern auch in vielen weiteren, in Deutschland vertretenen Religionsgemeinschaften nimmt die Natur und der nachhaltige Umgang mit ihr einen großen Stellenwert ein.

Um diesem gemeinsamen Anliegen Raum zu geben und den interreligiösen Austausch zu fördern, haben im Februar 2015 das Abrahamische Forum in Deutschland zusammen mit dem Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie dem Bundesamt für Naturschutz zu einem Dialogforum eingeladen.

Hierbei kamen erstmals Vertreterinnen und Vertreter aus neun Religionsgemeinschaften sowie Akteure des Naturschutzes, der Wissenschaft und staatlicher Stellen zusammen. Mit Begeisterung stellten die Teilnehmenden fest, dass über die verschiedensten Religionen hinweg der Natur und ihrer Vielfalt eine große Bedeutung beigemessen wird und dass zahlreiche Verhaltensweisen und Regeln zum aktiven Naturschutz aufrufen. In einem beachtlichen Konsens aller Teilnehmenden wurde eine  gemeinsame Erklärung verfasst und konkrete Projektvorhaben diskutiert. Auf die gemeinsame und zeitnahe Umsetzung folgender praktischer Schritte wurde sich geeinigt:

Im Anschluss an den jährlichen Ökumenischen Tag der Schöpfung, dem ersten Freitag im September, soll gemeinsam an einer religiösen Woche gearbeitet werden, in der Themen des Naturschutzes und der biologischen Vielfalt im Zentrum stehen.

Freiflächen um Gebäude wie Synagogen, Tempel, Kirchen, Moscheen oder Friedhöfe sollen noch stärker als bisher Orte der biologischen Vielfalt werden. Das gilt auch für die in zahlreichen Städten entstehenden Interkulturellen Gärten.

Für Gemeinden, Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen Interreligiöse Teams für Natur und biologische Vielfalt gebildet werden, die angesichts unterschiedlicher religiöser Traditionen die gemeinsamen Aufgaben bei der Erhaltung und Bewahrung der Natur darstellen und erörtern.

Es soll ein Netzwerk der Religionen für den Naturschutz aufgebaut werden.

 Gemeinsame Erklärung (Flyer)

 Dokumentation des Dialogforums "Religionen und Naturschutz" (BfN-Skript 426)