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Meeres- und Küstennaturschutz


Hier informieren wir Sie über die Aufgaben und Aktivitäten des BfN und seine Projekte zum Schutz der marinen Biodiversität.

 

Mit Inkrafttreten der europäischen FFH-Richtlinie zur Erhaltung der Lebensräume, wildlebender Tiere und Pflanzen verpflichteten sich die Mitgliedsstaaten der EU ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten zu schaffen. Die Schutzgebiete in der deutschen AWZ der Nord- und Ostsee sind Teil dieses Netzes.

 Die nationalen Meeresschutzgebiete

Weltweit gibt es unter dem Übereinkommen zur Biologischen Vielfalt (CBD) oder unter den Regionalabkommen wie den OSPAR- und HELSINKI-Konventionen Bemühungen, ökologisch herausragende Gebiete unter Schutz zu stellen, insbesondere auch auf der Hohen See. Das BfN engagiert sich seit vielen Jahren auf internationaler Ebene für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten.

 Die Internationalen Meeresschutzgebiete

Ein mariner Biotoptyp ist ein typisierter Lebensraum im Meer, der aufgrund seiner ökologischen Bedingungen Voraussetzungen für spezifische Lebensgemeinschaften bietet. In der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee kommen Sandbänke und Riffe sowie die §30-BNatSchG-Biotoptypen „Seegraswiesen und andere Makrophytenfluren“, „Kies-, Grobsand- und Muschelschillgründe“ sowie „Schlickgründe mit tiefgrabender Megafauna“ vor.

 Zur Rubrik Marine Biotoptypen

Das Ziel des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 bestehend aus FFH- und Vogelschutz-Gebieten ist der Erhalt der biologischen Vielfalt an Land und zu Wasser. In diesem Sinne liegt EU-weit auch ein besonderes Augenmerk auf dem Schutz derjenigen Tierarten im Meer, die selten, gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Tierarten, die nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützt sind (wie z.B. verschiedene Meeressäugetiere und bestimmte Fische), stehen im Fokus. Zudem sind auch verschiedene bedrohte Seevogelarten von besonderer Bedeutung: deren Vorkommen, Bestandsgröße und Verbreitung begründen die Ausweisung der Europäischen Vogelschutzgebiete, die ebenfalls in das Schutzgebietssystem NATURA 2000 einfließen.

Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie schafft den Ordnungsrahmen für die notwendigen Maßnahmen aller EU-Mitgliedsstaaten, um bis 2020 einen „guten Zustand der Meeresumwelt“ in allen europäischen Meeren zu erreichen oder zu erhalten. Alle europäischen Meeresanrainerstaaten sind verpflichtet, dies in ihren jeweiligen Meeresregionen durch die Erarbeitung und Durchführung von nationalen Strategien umzusetzen. Die MSRL gibt einen engen Zeitplan für die Umsetzung der einzelnen Aufgaben vor. Das BfN engagiert sich intensiv für die Umsetzung der MSRL in der AWZ von Nord- und Ostsee.

 Zur Rubrik Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

Das Monitoring, also die langfristige und systematische Beobachtung von Arten und Lebensräumen, ist auch im Meer von großer Bedeutung: es liefert Daten zum Erhaltungszustand von Lebensräumen und Tier- und Pflanzenpopulationen, deren Verbreitung und Vorkommen, Habitatqualität, sowie Trends und Gefährdungen. Durch ein gutes Meeresmonitoring lassen sich negative Entwicklungen der marinen biologischen Vielfalt zuverlässig und frühzeitig erkennen und zielgerichtete Maßnahmen auslösen.

Internationale Übereinkommen mit Bezug zu den Meeren blicken auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Die zunehmende Verschmutzung der Meere führte zu verschiedenen internationalen Meeresschutzübereinkommen mit teils weltweitem, teils regionalem Gültigkeitsbereich. Da ein rein technisch ausgerichteter Umweltschutz nicht ausreichend gewährleisten kann, marine Arten und Lebensräume zu erhalten, wurden wichtige Abkommen um Naturschutzinhalte erweitert. Das BfN ist in weitreichende internationale Aktivitäten zum Schutz der marinen Lebensvielfalt eingebunden, die hier vorgestellt werden.

Die zunehmende Nutzung der Meere durch den Mensch macht auch vor der deutschen Nord- und Ostsee nicht halt. Die verschiedenen Belastungen haben z.T. weitreichende Auswirkungen auf die marine Lebensvielfalt. Das BfN ist im Rahmen der Eingriffsregelung mit umfangreichen Stellungnahmen zu Eingriffen in unseren Meeren betraut. Zudem engagiert sich das BfN für eine Minimierung der Belastungen im Meer, beispielsweise beim Unterwasserschall, und setzt sich für eine naturschonende, nachhaltige Fischerei ein.

Infos über Fachtagungen und Workshops des BfN zu Themen des Meeres- und Küstennaturschutzes. Tagungsprogramme, ggf. einzelne Vorträge oder Abstracts zum Download sowie nach der Tagung ggf. den entsprechenden Tagungsband zum Download oder die Bestellmöglichkeit der Druckversion.

 Zur Rubrik Fachtagungen

Hier werden gesammelt die Veröffentlichungen des BfN im Meeresnaturschutz präsentiert, z.B. Studien, Positionspapiere, Broschüren und auch Bücher des BfN zu marinen Themen. Sie erhalten eine kurze Inhaltsangabe zu den Veröffentlichungen und finden Möglichkeiten zum Download oder zur Bestellung des Buches bzw. der Broschüre.

 Zu den Publikationen

Umfangreiche Informationen des BfN im Meeres- und Küstennaturschutz zum Download. Dazu gehören unter anderem auch Berichte aus Forschungsprojekten, Studien, Karten, Standard-Datenbögen, Schutz- und Erhaltungsziele sowie Verordnungen der Natura 2000-Meeresschutzgebiete.

 Zu den Downloads

Das Bundesamt für Naturschutz engagiert sich seit vielen Jahren national, europaweit und global für den Schutz der Biologischen Vielfalt in den Meeren und an den Küsten und deckt dabei ein sehr breites Aufgabenspektrum ab.

 Infos zum Fachgebiet Meeres- und
Küstennaturschutz auf Vilm.


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Kegelrobbe mit angepassten In-ear-Kopfhörern. Foto: ITAW

Kegelrobbe mit angepassten In-ear-Kopfhörern. Foto: ITAW

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Letzte Änderung: 30.10.2013

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