Bundesamt für Naturschutz

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Rechtliche Regelungen und Konventionen im Artenschutz

Die wirtschaftliche Nutzung von gefährdeten Tieren und Pflanzen stellt neben der Lebensraumzerstörung eine der größten Gefahren für die Tier- und Pflanzenwelt dar. Als Folge des internationalen Handels sind viele Arten in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Um der Gefahr der Übernutzung natürlicher Ressourcen zu begegnen, hat man  1973 das Washingtoner Artenschutzübereinkommen oder kurz WA ins Leben gerufen. Die Bestimmungen des WA finden auf europäischer Ebene ihre Entsprechung in der EG-Artenschutzverordnung. Neben Vollzugsaufgaben hat das BfN als wissenschaftliche Behörde naturschutzfachliche Bewertungen von Einfuhranträgen vorzunehmen.
 Zu den Aufgaben der Wissenschaftlichen Behörde

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft hat neben dem Aufbau eines europäischen Netzes von Schutzgebieten als wesentliches Ziel den Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten von europäischem Interesse und deren natürliche Lebensräume.
 Zur FFH -Richtlinie

Ziel der Vogelschutzrichtlinie ist es, sämtliche im Gebiet der EU-Staaten natürlicherweise vorkommenden Vogelarten einschließlich der Zugvogelarten dauerhaft zu erhalten.
 Zur Vogelschutzrichtlinie

Als weltweite "Rahmenkonvention" für den Schutz wandernder wild lebender Tierarten listet die Bonner Konvention in Anhang I vom Aussterben bedrohte Arten auf, für die strenge Schutzvorschriften aufgestellt wurden. In Anhang II werden Arten aufgeführt, die sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand befinden, und für deren Erhaltung und Management internationale Übereinkünfte erforderlich sind. Auch Arten, für die eine internationale Zusammenarbeit durch derartige Übereinkünfte von Nutzen wäre, sind hier enthalten.
 Zur Bonner Konvention und den Regionalabkommen

Das Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wild lebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume regelt den Schutz von Arten durch Entnahme- und Nutzungsbeschränkungen einschließlich der Verpflichtung zum Schutz ihrer Lebensräume. Besondere Aufmerksamkeit gilt den gefährdeten und den empfindlichen Arten.
 Zur Berner Konvention

Letzte Änderung: 03.04.2014

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