Bundesamt für Naturschutz

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Naturschutz

„Das ökologische Krankenhaus“: sechs Kliniken ausgezeichnet

  • Bundesweiter Wettbewerb der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.
  • Preisverleihung im Bundesamt für Naturschutz durch die Ökologia 2016
  • Gemeinsame Pressemitteilung mit der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf-UKE

Platz 1 große Kliniken Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf-UKE

Luftaufnahme Klinikum Esslingen

Platz 1 kleine Kliniken Luftaufnahme Klinikum Esslingen

Universitätsklinikum Dresden

Platz 1 mittelgroße Kliniken Universitätsklinikum Dresden

Bonn, 20. Mai 2016: Die Preisträger im bundesweiten Wettbewerb "Das ökologische Kranken-haus" wurden am Donnerstag, 19. Mai, im Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn ausgezeichnet. Die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. hatte ihren Wettbewerb im Februar dieses Jahres ausgelobt und insgesamt 2.080 Kliniken angeschrieben.

Prof. Beate Jessel, BfN-Präsidentin und "Ökologia" - Botschafterin der Ökologie 2016, und Hans-Joachim Ritter, der Vorsitzende der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V., ehrten folgende Kliniken: In der Kategorie "große Kliniken" erhielt den ersten Preis das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. In der Kategorie "mittelgroße Kliniken" ging der erste Preis an das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden und in der Kategorie "kleine Kliniken" wurde das Klinikum Esslingen GmbH mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die drei ersten Preise waren jeweils mit 1.000 Euro dotiert. In der Kategorie "kleine Kliniken" wurden außerdem noch zwei zweite Preise und ein dritter Preis verliehen. Die beiden zweiten Preise gingen an die LWL-Klinik Lengerich und an die LWL-Klinik Münster, der dritte Preis an die LVR-Klinik Langenfeld.

Der Stiftungsvorsitzende Hans-Joachim Ritter hob in seiner Laudatio hervor, dass sich alle Preisträger in herausragender Weise in ganzheitlichem und ökologischem Sinne engagiert haben. Vor allem die drei ersten Preisträger seien insbesondere durch ihre zum Teil hohen tatsächlichen Energieeinspareffekte in den letzten drei Jahren positiv aufgefallen. Die nachgewiesenen Energieeinsparmaßnahmen bei Wärme und Strom seien letztendlich auch ausschlaggebend gewesen für die Bewertung. Als Jury hatte der vierköpfige Stiftungsvorstand fungiert.

Prof. Beate Jessel, als Ökologia 2016 auch Schirmherrin des Wettbewerbs, sagte: "Naturverträgliches Wirtschaften ist ein Aspekt, die naturverträgliche Gestaltung ein zweiter. Gestalten Unternehmen ihre Außen- und Grünanlagen naturnah, hat dies positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und im Falle einer Klinik auch auf das der Patienten. Gleichzeitig tragen sie auch zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Das belegen zahlreiche Untersuchungen und Praxistests."

Die drei ersten Preisträger im Kurzporträt
Universitäts-Klinikum Hamburg-Eppendorf GmbH

Im Leitbild des Universitäts-Klinikums Hamburg-Eppendorf GmbH ist die Nachhaltigkeit und das Programm "Grünes Universitätsklinikum Eppendorf" fest verankert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden kontinuierlich fortgebildet durch den Austausch mit anderen Kliniken, über Fachzeitschriften und Fachtagungen und durch die Mitgliedschaft in Netzwerken. Die Klinik ist nach DIN ISO 50001 zertifiziert und trägt das Qualitätssiegel als familienfreundliches Unternehmen. Maßnahmen in diesem Jahr sind die Mitarbeiteraktivierung zur Beteiligung beim Energiesparen und weitere technische Effizienzsteigerungsmaßnahmen (Beleuchtung und Brauchwarmwasserbewertung).

Der Wärmeverbrauch von 57.974.000 Kilowattstunden (kwh) im Jahr 2013 ging auf 49.435.000 kwh im Jahr 2015 (= Minus von 14,7 %!) zurück, der Stromverbrauch sank von 50.913.508 kwh im Jahr 2013 auf 38.204.329 kwh im Jahr 2015 (= Minus von 25 %). Maßgebend dafür waren der Bau und Betrieb eines Blockheizkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kälte-Koppelung, die Einführung der freien Kühlung, der hydraulische Abgleich des zentralen Wärme- und Kältenetzes, Dämmmaßnahmen sowie eine präzise Steuerung in Nutzerabstimmung über die Gebäudeleittechnik.

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden

Auch dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ist der Schutz von Natur und Umwelt ein wichtiges Anliegen. So gibt es einen jährlichen Umwelttag, ein Carus-Green-Team und Umweltbeauftragte.

Durch die Abschaltung der Raumlufttechnik-Anlagen in nutzungsfreien Zeiten, die Reduzierung des Kühlbetriebes und durch eine gleitende Temperaturanpassung bei hochsommerlichen Außentemperaturen wird der Energieverbrauch reduziert.

Das Klinikum nutzt zudem bedarfsgerechte Lichtsteuerung mit Präsenzmelder, LED-Technik bei der Außenbeleuchtung und in Aufzugskabinen sowie vier Photovoltaik-Anlagen.

Folgende Management-Systeme wurden implementiert: Ökoprofit, EMAS, Energiedatenerfassungssystem.

Im Bereich Wärme wurden folgende Einspareffekte erzielt: 47.540.000 kwh im Jahr 2013 auf 42.475.000 kwh im Jahr 2015 (= Minus von 10,65 %). Im Bereich Strom stieg der Verbrauch von 41.250.000 kwh im Jahr 2013 allerdings auf 43.725.000 kwh im Jahr 2015 an.

Um den Energieverbrauch zu optimieren, setzt das Klinikum auf eine beispielhafte Mitarbeiteraktivierung und Bewusstseinsbildung.

Klinikum Esslingen GmbH

Das Klinikum Esslingen verzeichnet im Bereich der Wärmeenergie mit 22,9 % die prozentual höchste Reduzierung (10.900.000 kwh im Jahr 2013 auf 8.400.000 kwh im Jahr 2015). Allerdings ging der Stromverbrauch leicht nach oben. Dieses Haus hat am Projekt Ökoprofit erfolgreich teilgenommen und führt das Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durch. Seit 2012 betreibt das Klinikum außerdem ein Energiedatenmonitoring mit stetigem Aufzeigen des aktuellen Einsparpotentials durch ein externes Büro.

 

 


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