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Bundesamt für Naturschutz

Zuständige Behörden

Nach der Kompetenzverteilung des Grundgesetzes (GG) fällt der Vollzug des Naturschutzrechts mit wenigen Ausnahmen in die ausschließliche Zuständigkeit der Länder.

Dies gilt nach Art. 83 GG selbst dann, wenn Gesetze des Bundes wie das Bundesnaturschutzgesetz vollzogen werden. Dies basiert nicht zuletzt auf praktischen Erwägungen, denn die Landesbehörden können die besonderen Umstände vor Ort am besten einschätzen. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) selbst kann demgegenüber lediglich in wenigen Ausnahmefällen Gesetze vollziehen und ist keine den Landesbehörden vorgesetzte Behörde.

Ansprechpartner bei praktischen Fragen der Anwendung des Naturschutzrechts sind daher in der Regel die unteren Naturschutzbehörden (bei den Landkreisen oder kreisfreien Städten). Bei landesweit bedeutsamen oder grundsätzlichen Fragen stehen auch die obersten Naturschutzbehörden der Länder für Rückfragen zur Verfügung. Vollzugszuständigkeiten des BfN bestehen insbesondere hinsichtlich der Ein- und Ausfuhr von Arten und für den gesamten Meeresnaturschutz in der sog. "ausschließlichen Wirtschaftszone" jenseits der deutschen Hoheitsgewässer und auf hoher See. Darüber hinaus wirkt das BfN in verschiedenen Verwaltungsverfahren anderer Behörden mit, etwa bei der Anerkennung von Naturschutzvereinigungen sowie in gentechnikrechtlichen Zulassungsverfahren. Zudem ist das BfN zuständig für den Vollzug des Nagoya-Protokolls, der Verordnung (EU) Nr. 511/2014 sowie des Gesetzes zur Umsetzung der Verpflichtungen nach dem Nagoya-Protokoll.

Weiterführende Informationen

Umweltministerien bzw. für Naturschutz zuständige Ministerien der Bundesländer

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