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Bundesamt für Naturschutz

Naturschutz und Klimawandel – eine internationale Aufgabe

Wie setzt sich das Bundesamt für Naturschutz in seinen internationalen Aktivitäten dafür ein, dass die Zwillingskrisen Biodiversitätsverlust und Klimawandel gemeinsam adressiert werden?

Auch auf internationaler Ebene setzt sich das BfN dafür ein, dass Naturschutz und Klimawandel gemeinsam adressiert werden. Hierfür berät und begleitet das BfN politische Prozesse, unterstützt den Erfahrungsaustausch zwischen internationalen Fachexpertinnen und -experten und fördert Projekte in Partnerländern.

Synergien der globalen Natur- und Klimaschutzabkommen

Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt beeinflussen sich nicht nur gegenseitig, sie basieren auch zu einem großen Teil auf den gleichen Ursachen. Dies hat eine gemeinsame Publikation des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) und des Weltklimarats (IPCC) 2021 noch einmal unterstrichen. Es besteht daher ein großes Potential für die globalen Natur- und Klimaschutzabkommen, vorteilhaft zusammenzuwirken, statt ihre Ziele getrennt zu verfolgen. Das BfN unterstützt eine möglichst gemeinsame Antwort auf die Klima- und Biodiversitätskrise, u.a. im Rahmen des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) oder im Kontext von IPBES. Weiterhin setzt es sich für die Integration von Belangen der biologischen Vielfalt in die Umsetzung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) ein und fördert den Austausch und die Vernetzung mit anderen biodiversitätsrelevanten Übereinkommen.

Naturbasierte Lösungen für Klimaschutz und Anpassung weltweit

Durch naturbasierte Lösungen (engl: nature-based solutions) können Klimaschutz und Klimafolgenanpassung mit dem Erhalt von Biodiversität und Ökosystemen in Einklang gebracht werden. Die Internationale Naturschutzunion (IUCN) hat 2020 einen globalen Standard für naturbasierte Lösungen geschaffen, in dem einheitliche Kriterien für deren Umsetzung festgelegt werden. So dürfen Klimaschutz- oder Anpassungsmaßnahmen beispielsweise keine negativen Folgen für die biologische Vielfalt haben, sondern zählen nur dann als naturbasierte Lösung, wenn sie einen positiven Beitrag zur biologischen Vielfalt leisten. Das BfN unterstützt nicht nur auf nationaler sondern auch auf internationaler Ebene durch verschiedene Aktivitäten und Projekte die Umsetzung dieses Konzeptes. Beispielsweise sind naturbasierte Lösungen ein thematischer Schwerpunkt in der bilateralen Naturschutzzusammenarbeit mit China.

Europäische Fachkonferenzen zu Biodiversität und Klimawandel

Seit 2011 organisiert das BfN Europäischen Fachkonferenzen zum Thema Biodiversität und Klimawandel, in Kooperation mit dem Netzwerk der Europäischen Naturschutzbehörden (ENCA-Network). Dabei werden aktuelle Themenschwerpunkte mit europäischen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutiert und weiterentwickelt. Neben dem fachlichen Austausch stehen die Politikrelevanz und der Anwendungsbezug der Ergebnisse im Vordergrund der Konferenzen. Die letzten beiden Fachkonferenzen der Veranstaltungsreihe befassten sich mit „Biodiversität und Klimawandel im urbanen Raum“ sowie „Biodiversität und Gesundheit im Lichte des Klimawandels“. Sie resultierten in der Veröffentlichung von BfN-Schriften und eines englischsprachigen Open-Access Fachbuchs. Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe ist in Planung.

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