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Bundesamt für Naturschutz

Auswirkungen

Sand- und Kiesabbau bedeuten als Abbauverfahren einen massiven Eingriff in die Meeresumwelt.

Beeinträchtigung des Nahrungsnetzes

Besonders betroffen von den Folgen des Sandabbaus sind auch die Sandaale. Sie bevorzugen ebenfalls gut durchlüftete und grobsandige Sedimente, in die sie sich gerne eingraben und ihre Eier ablegen. Sandaale sind eine Hauptnahrungsquelle für Vögel, Kegelrobben, Schweinswale und Fische. Würden Sandaale und viele andere benthische Lebewesen wie Muscheln, Schnecken und Würmer also ihren Lebensraum verlieren, würden die Baggereinsätze das gesamte Nahrungsnetz beeinträchtigen. Somit könnten sich die Konsequenzen auch auf andere Tiergruppen ausweiten.

Diese wichtigen ökologischen Funktionen von Sandaalen werden auch in einer Studie deutlich, die das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ostseeforschung Kiel 2019 im Auftrag des BfN zur Sandaalfischerei erstellt hat.

Sandaale (Ammodytidae) sind ein elementarer Baustein im Nahrungsnetz der Meere und sind auf sandige Sedimente angewiesen
Sandaale sind ein elementarer Baustein im Nahrungsnetz der Meere und sind auf sandige Sedimente angewiesen.

Störender Unterwasserlärm

Meeressäugetiere wie Kegelrobben und Schweinswale werden zudem Unterwasserlärm ausgesetzt, der von den Schiffen und Baggern ausgeht. Diese Schallbelastung hat direkte negative Effekte auf die Tiere (siehe auch Unterwasserlärm – Folgen). Vor Sylt beispielsweise befindet sich die Entnahmestelle für Sand, der zum dortigen Küstenschutz abgebaut wird, nahe eines ausgewiesenen Schutzgebietes für Schweinswale, das die Tiere als Kinderstube nutzen.

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