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Bundesamt für Naturschutz

UNESCO Weltnaturerbe

Deutschland als Vertragsstaat des UNESCO-Welterbeübereinkommens hat sich verpflichtet, Natur- und Kulturgüter von "herausragendem, universellen Wert" zu erhalten. Das BfN berät das BMU bei der Umsetzung des Übereinkommens national und international. Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit unterstützt das BfN andere Staaten bei der Umsetzung des UNESCO-Welterbeübereinkommens. Im Fokus stehen dabei die Identifizierung geeigneter Gebiete und die Vorbereitung von Nominierungen für eine Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe sowie der Kapazitätenaufbau für diese vor Ort. Finanziert werden diese Projekte u.a. durch das Beratungshilfeprogramm des Bundesumweltministeriums.

Umsetzung der Welterbekonvention in Deutschland

Im Rahmen der Umsetzung des Welterbeübereinkommens im Bereich Naturerbe berät das BfN das BMU und unterstützt die Länder bei der Identifizierung und Vorbereitung von Nominierungen von Gebieten für die UNESCO-Welterbeliste. Dazu werden verschiedene F+E-Vorhaben durchgeführt.

Auf der Abbildung ist die kreisförmige Skulptur UNESCO Weltnaturerbe abgebildet.
Blick ins Weltnaturerbe

UNESCO Weltnaturerbe Buchenwälder

2011 wurden fünf deutsche Buchenwälder als Teil einer transnationalen seriellen Weltnaturerbestätte anerkannt.

Heute umfasst diese Stätte 12 Staaten und über 70 Teilgebiete von Spanien bis zur Ukraine. Das BfN begleitet diese Weltnaturerbestätte fachlich.

Machbarkeitsstudie Grünes Band

Hat das Grüne Band – die historische Kultur- und Naturland entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze - das Potenzial als Welterbe nominiert zu werden?

Dieser Frage widmete sich ein F&E-Vorhaben das die Chancen und Herausforderungen einer möglichen Nominierung unter verschiedenen Szenarien untersuchte.

Weltnaturerbe und Ökosystemleistungen

Die Bewertung und Kommunikation von Ökosystemleistungen und des Nutzens von Weltnaturerbestätten für die Bevölkerung spielt angesichts des steigenden Nutzungsdrucks von UNESCO-Welterbestätten eine wichtige Rolle.

Leuchtturm Westerhever im Weterbe Wattenmeer
Leuchtturm Westerhever - Welterbe Wattenmeer

Grenzübergreifende Erweiterung der Welterbestätte „Hyrcanian Forests“

Das Projekt „Unterstützung von Aserbaidschan und Iran bei der transnationalen Erweiterung der Welterbestätte „Hyrcanian Forests“ wird mit Mitteln aus dem Beratungshilfeprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich betreut.

Nach der erfolgreichen Nominierung der „Hyrcanian Forests“ im Iran als serielle Welterbestätte im Juli 2019 ist das Ziel des Folgeprojektes eine gemeinsame Erweiterung auch auf dem Gebiet von Aserbaidschan zu erreichen, um auch die verbliebenen Teile dieser alten Wälder einzubeziehen. Dabei erhält Aserbaidschan technische Unterstützung bei der Erarbeitung eines Nominierungsdossiers. Außerdem wird der Iran bei der Realisierung der in decision 43COM 8B.4 formulierten Auflagen des Welterbekomitees beraten.

Bergige Waldlandschaft
Hyrkanische Wälder in Aserbaidschan

Machbarkeitsstudie zur Nominierung der georgischen Kolchiswälder und -moore als UNESCO Weltnaturerbe

Die kolchischen Wälder sind ein Teil des Kaukasus im Westen Georgiens. Es beinhaltet Feuchtgebiete und Ökosysteme mit einzigartiger Artenvielfalt. Ziel des Projektes der Nominierung der Wälder zum UNESCO-Weltnaturerbe war der Schutz dieser Wälder durch die Steigerung der internationalen Aufmerksamkeit. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde die Eignung der Wälder als Weltnaturerbe untersucht. 

Auf Basis dieser Ergebnisse wurden die Akteure vor Ort bei der Erstellung eines Nominierungsvorschlages und eines gebietsübergreifenden Managementkonzepts unterstützt. Der Nominierungsvorschlag wurde bei der UNESCO im Januar 2019 eingereicht. Die Entscheidung des Welterbekomitees steht aus (verschoben wegen der Covid-19-Pandemie).

Eine Gruppe Gazellen in der mongolischen Steppe.
Mongolische Gazellen

Daurische Steppe - Nominierung als UNESCO-Weltnaturerbe

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde die Eignung der Daurischen Steppe (Russische Föderation/Mongolei) als Weltnaturerbe untersucht. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden die Akteure vor Ort bei der Erstehung eines Nominierungsdossiers unterstützt.

Die gemeinsame Welterbestätte wurde 2017 als „Daurian Landscapes“ vom UNESCO-Welterbekomitee anerkannt und umfasst neben den Steppen auch wichtige Feuchtgebiete.  Sie ist Anerkennung der langjährigen grenzüberschreitenden Kooperation und bietet einen wichtigen Schutzraum für Zugvögel sowie die Mongolische Antilope entlang ihrer jeweiligen Flug- und Wanderrouten.

Das Foto zeigt hügelige Steppenlandschaft.
Daurische Steppe
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