Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Naturschutz, Artenschutz, Meeresschutz

Internationale Experten diskutieren über weitere Meeresschutzgebiete im Nordost-Atlantik

Bonn, 29. November 2013: Vom 02. bis 04. Dezember tagt die OSPAR-Arbeitsgruppe „Meeresschutzgebiete“ in der Außenstelle des Bundesamtes für Naturschutz auf der Insel Vilm. Ein internationales Experten-Team aus den OSPAR-Mitgliedsstaaten diskutiert die aktuellen Entwicklungen des Schutzgebietsnetzwerks für den Nordost-Atlantik und beschließt Empfehlungen an das Komitee Biologische Vielfalt der OSPAR-Kommission.

Die Beschlüsse von Vilm legen eine wichtige Grundlage für den weiteren Meldeprozess von möglichen Meeresschutzgebieten in der Nordost-Atlantik-Region. Im Oslo-Paris-Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR) ist auch der Schutz der marinen Artenvielfalt festgelegt. Auf der Tagung wird die Expertengruppe die für die Artenvielfalt bedeutsamen Gebiete im Nordost-Atlantik definieren und dem Komitee Biologische Vielfalt vorschlagen. Nach endgültiger Zustimmung aller Mitgliedsstaaten und der North East Atlantic Fisheries Commission (NEAFC) können diese Gebiete auf der nächsten Sitzung der Mitgliedsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt ( CBD ) vorgestellt werden. Sollten sie umgesetzt werden, wäre dies ein weiterer Schritt in Richtung eines weltweiten Netzwerkes von Meeresschutzgebieten. Denn gegenüber dem terrestrischen Bereich gibt es bei der Ausweisung von Meeresschutzgebieten noch erhebliche Defizite auf-zuholen. Meeresschutzgebiete sind ein wichtiges Instrument zum Schutz mariner Arten und Lebensräume und damit auch ein Mittel, den bedrohlichen Rückgang der biologischen Vielfalt im Meer zu bremsen.

Hintergrund
Das Oslo-Paris-Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR-Konvention, 1992; www.ospar.org) ist 1998 für seine 15 Vertragsstaaten und die Europäische Gemeinschaft verbindlich in Kraft getreten. Die zuvor geltenden Übereinkommen von Oslo (1972) und Paris (1974) sollten den Nordostatlantik vor allem vor der Einbringung von Schad- und Nährstoffen oder Verschmutzungen z.B. durch Öl schützen. Seit 1998 schließt die Konvention durch die Anlage V (über den Schutz und die Erhaltung der Ökosysteme und der biologischen Vielfalt des Meeresgebiets) den marinen Biodiversitätsschutz ein. An der Entwicklung und dem Zustandekommen dieser inhaltlichen Erweiterung war Deutschland maßgeblich beteiligt. Damit wurde der marine Naturschutz einschließlich des Artenschutzes und der Einrichtung von Meeresschutzgebieten integraler Bestandteil des OSPAR-Übereinkommens.


Das BfN bei Twitter. Sie verlassen bfn.de: Um die Inhalte auf Twitter nur zu lesen, wird kein Account benötigt.
Das Bundesamt für Naturschutz bei XING. Sie verlassen bfn.de: Um die Inhalte auf XING nur zu lesen, wird kein Account benötigt.
Das Bundesamt für Naturschutz bei Facebook. Sie verlassen bfn.de: Um die Inhalte auf Facebook nur zu lesen, wird kein Account benötigt.

Letzte Änderung: 31.05.2016

 Artikel drucken