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Jugendkongress, Hendricks, Biologische Vielfalt

160 Teilnehmer entwickeln bei Jugendkongress Zukunftsideen für Erhalt der biologischen Vielfalt

  • Hendricks: "Jugend hilft Reichtum der Natur für Zukunft zu bewahren"
Auf dem Markt der Vielfalt präsentierten die Teilnehmenden Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks ihre Projekte.

Auf dem Markt der Vielfalt präsentierten die Teilnehmenden Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks ihre Projekte. Foto: Peter Himsel

Prora, 19.09.2014: Biologische Vielfalt trägt wesentlich zu sauberem Wasser, guter Luft und Nahrung bei und liefert Wirkstoffe für Medikamente. Grund genug, um "den Reichtum der Natur als Lebensgrundlage der Menschen für die Zukunft zu bewahren und für die nachfolgenden Generationen zu sichern", sagte Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks heute beim Jugendkongress Biodiversität "Jugend|Zukunft|Vielfalt" im Naturerbe-Zentrum RÜGEN (NEZR) in Prora. Bis Sonntag wollen die 16- bis 28-Jährigen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Anregungen mit konkreten Projektideen für Politik und Gesellschaft geben, sich mehr für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen und gemeinsam Zukunftsideen zu entwickeln. Welche Projekte mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert werden, entscheiden die 160 Jugendlichen nach der Präsentation aller Ideen am Sonntag weitestgehend selbst. Zum Jugendkongress hatten das Bundesumweltministerium (BMUB), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die DBU eingeladen.

Hendricks betonte, der Jugendkongress leiste einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie. Um die biologische Vielfalt für die Zukunft zu sichern, sei nicht nur die Politik gefragt, sondern auch die Gesellschaft. Gerade junge Menschen hätten viele gute Ideen, die beim Kongress zusammen diskutiert und angestoßen werden könnten. "Auch für das BfN hat das Engagement der Jugendlichen für den Naturschutz einen sehr hohen Stellenwert. Der Kongress bietet ihnen die Möglichkeit ihre Vorstellungen und Ideen zur biologischen Vielfalt direkt in die politische Diskussion einfließen zu lassen", sagte BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel. "Nicht umsonst wurde der Jugendkongress im April 2014 als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Dies bestätigt uns in dem Ansatz, mit dem Kongress das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln voranzubringen."

Die Biodiversität zu erhalten, sei eine globale Aufgabe, gehandelt werden könne aber auch auf lokaler Ebene, ergänzte DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann und verwies darauf, dass jeder mit seinem Verhalten Einfluss auf die biologische Vielfalt nehme. Wer zum Beispiel beim Einkauf auf umweltverträgliche regionale und saisonale Produkte setze, tue der Umwelt und damit zuletzt sich selbst etwas Gutes.

Nach einem Gang über den "Markt der Vielfalt", bei dem Jugendliche ihre Projekte präsentierten, stellte sich Hendricks gemeinsam mit Jessel und Bottermann während einer Podiumsdiskussion den kritischen Fragen der Jugendlichen. Im Anschluss überreichte Hendricks dem Nachwuchsfilmemacher und Umweltschützer Simon Straetker für seinen Kurzfilm H2OCHSCHWARZWALD die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt.

"Bis Sonntag entwickeln die Teilnehmer in acht Arbeitskreisen, zum Beispiel zu 'Konsum und biologische Vielfalt', 'Global denken - lokal handeln', 'Politische Partizipation', 'Biologische Vielfalt in der Stadt fördern' oder 'Wildnis in Deutschland?!' Ideen und Konzepte, die sie in Zukunft weiter verfolgen und ausarbeiten", sagte Martin Schulte, DBU-Projektleiter des Jugendkongresses. Bei Exkursionen zum Nationalpark Jasmund, dem Biosphärenreservat Südost-Rügen, zur Insel Vilm oder Naturschutzaktionen auf den Feuersteinfeldern in der Naturerbefläche Prora, lernten die Jugendlichen verschiedene Ökosysteme sowie die Tier- und Pflanzenwelt auf und um Rügen hautnah kennen und könnten ihr Wissen vertiefen. Schulte: "Für eine erfolgreiche Umsetzung ihrer Projekte bekommen die Teilnehmer während des Kongresses wichtige Impulse für Finanzierungsmöglichkeiten oder Öffentlichkeitsarbeit." Die Ideen sollten im Dialog mit Fachexperten von DBU und BfN und finanzieller Unterstützung der Stiftung in die Praxis umgesetzt werden.

Ende 2010 hatten die Vereinten Nationen (United Nations, UN) die UN-Dekade zur biologischen Vielfalt ausgerufen. Der Jugendkongress - ein Kooperationsprojekt von BfN und DBU - soll helfen, die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt umzusetzen und stellt ein eigenes Forum zur Biodiversität nur für junge Menschen dar. Bereits 2011 haben sich 200 engagierte Jugendliche ein Wochenende lang in Osnabrück mit der biologischen Vielfalt in der Welt beschäftigt.

Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de


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Letzte Änderung: 29.07.2016

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