Bundesamt für Naturschutz

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Naturschutz, Bundesprogramm Biologische Vielfalt, Naturerleben

Naturerlebnispfad macht Geschichte begreifbar

  • Gemeinsame Pressemitteilung des BfN und des Bundesumweltministeriums
  • Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt verbindet Landschaft, Siedlungsgeschichte und biologische Vielfalt
Luftbild einer typischen Landschaft in der Oberlausitz. © Kramer Medien

Eine typische Landschaft in der Oberlausitz: Teichgebiete, Ackerflächen, Kiefern und Buchen/Eichenwälder. © Kramer Medien

Zu sehen ist die Schwarze Lache, der größte künstlich angelegte Teich in Kreba-Neudorf. © Dirk Naumburger

Die Schwarze Lache ist der größte künstlich angelegte Teich in Kreba-Neudorf. © Dirk Naumburger

Berlin/Bonn, 19. Juni 2019: Ein interaktiver Naturerlebnispfad lässt künftig im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Geschichte wieder lebendig werden. Das Projekt will begreifbar machen, wie die Besiedelung des Menschen und die intensive Nutzung die Region, ihre Landschaften und ihre Tier- und Pflanzenwelt verändert haben. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt der Gemeinde Kreba-Neudorf (Kreis Görlitz) im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit 284.000 Euro. Es wird vom Bundesamt für Naturschutz inhaltlich begleitet.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der interaktive Naturerlebnispfad verbindet drei Themen, nämlich Landschaft, Siedlungsgeschichte und biologische Vielfalt – und das macht ihn so besonders. Die Besucherinnen und Besucher erleben, wie in der Oberlausitz durch die menschliche Besiedelung völlig neue Lebensräume mit daran angepassten Tier- und Pflanzenarten entstanden sind. Denn das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sichert das größte menschengemachte Teichgebiet Deutschlands als jahrhundertealte Kulturlandschaft.“

Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz: „Der Naturerlebnispfad wird in einem besonders typischen Teil des Biosphärenreservates errichtet: Die Umgebung umfasst drei Landschaftsformen mit ganz unterschiedlichen Merkmalen – eine Talsohle, eine Flussterrasse sowie Binnendünen. Das Gebiet weist eine hohe biologische Vielfalt auf und wird traditionell vielfältig genutzt, was es ermöglicht, auf historische Spurensuche zu gehen: Die Landschaft ist seit Jahrtausenden besiedelt und wurde durch Ackerbau und Waldweide, den Abbau von Raseneisenstein und intensive Fischzucht in künstlich angelegten Teichen geformt. Unmittelbar am Pfad liegt der Hammerbruch, der bereits seit 1961 mit seinen Stillwasser- und Verlandungsbereichen unter Naturschutz steht.“

Im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird nun die thematische und technische Neugestaltung des Naturerlebnispfades zum Thema „Heimatgeschichte“ auf dem Gemeindegebiet Kreba-Neudorf gefördert. Gleichzeitig startet die Biosphärenreservatverwaltung im Staatsbetrieb Sachsenforst mit der Neugestaltung eines weiteren Teils zum Thema „Landschaftsgeschichte“. Für die Heimat- und die Landschaftsgeschichte liegt ein gemeinsames Konzept vor, das auf Basis einer Vorstudie und einer Projektumgebungsanalyse erarbeitet wurde.

Die „Heimatgeschichte“ wird in drei Sprachen, nämlich deutsch, polnisch und sorbisch, als eigenständiger Rundweg durch die Schöpsaue zwischen Kreba und Neudorf geführt. Zielgruppen sind Kinder und Erwachsene, Einheimische und Touristen.

Projekt-Steckbrief unter:

https://biologischevielfalt.bfn.de/Bundesprogramm/Projekte/Projektbeschreibungen/30160

 

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Informationen und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: www.biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm.html


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Letzte Änderung: 02.07.2019

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