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Bundesamt für Naturschutz

Neuauflage der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

Der Weiterentwicklungsprozess für eine neue Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (post 2020) ist bereits angelaufen. Die neue NBS wird sich an den strategischen Vorgaben des zukünftigen Rahmenprogramms der CBD post 2020, das Ende des Jahres 2022 verabschiedet werden soll, anlehnen. Zugleich soll sie im Einklang mit den Zielen der vom EU-Umweltrat gebilligten neuen EU-Biodiversitätsstrategie 2030 stehen.

NBS-post-2020: Wie weiter mit den Zielen zum Schutz der biologischen Vielfalt?

Der Prozess zur Weiterentwicklung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt hat bereits begonnen und wird kontinuierlich durch Stakeholderdialoge begleitet. Die Strategieentwicklung wird seit Ende 2019 durch ein von BMUV und BfN in Auftrag gegebenes Forschungsvorhaben mit einem Fokus auf Analyse, Konzept-Beratung, Konsultationsprozessen und Kommunikation unterstützt. Erste Ergebnisse einer qualitativen Status-Quo-Analyse hinsichtlich der Verwirklichung der strategischen Ziele der NBS (2007) sowie Empfehlungen aus Fachinterviews und Stakeholder Workshops mit über 70 gesellschaftlichen Akteuren sind in einem BfN-Skript veröffentlicht. 

Struktur und Handlungsfelder der NBS-post-2020

Die neue Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (post 2020) wird eine begrenzte Anzahl prägnanter übergeordneter Ziele zu jedem Handlungsfeld enthalten. Die Neukonzeption sieht neben der Strategie mit langfristiger (2030 ff) Ausrichtung und Qualitätszielen einen „Nationalen Aktionsplan“ mit mittelfristiger (3-5 Jahre) Ausrichtung und konkreten Handlungszielen vor. Der erste Aktionsplan soll gemeinsam mit der neuen Strategie verabschiedet werden. Dieser wird den Fokus stärker auf die Umsetzung und den aktuellen Handlungsbedarf setzen. Wichtige neue Themen sind Insektenschutz, Energiewende, Meeresnaturschutz, Stadtnatur und Pflanzenschutz. 

Zu jedem Ziel der neuen Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt soll es mindestens einen passenden Indikator (bzw. Indikatoren-Set) geben, der die Zielerreichung quantifizierbar macht. Hierbei soll vor allem auf bereits bestehende Indikatoren (bzw. Indikatorensets), Monitoringprogramme, Kennzahlen etc. zurückgegriffen werden (z.B. Indikatoren aus der DNS, CBD, FFH etc.).
Ein „BMU-Eckpunktepapier NBS post 2020“ zur Struktur und den Handlungsfelder der neuen nationalen Biodiversitätsstrategie liegt vor. 

Informationen zum laufenden Prozess

Der im Geschäftsbereich weiterentwickelte und abgestimmte erste Entwurf eines Ziele- und Maßnahmenkatalogs wird im Spätsommer 2022 mit anderen, relevanten Ressorts außerhalb des Geschäftsbereichs vorabgestimmt bevor im Ergebnis Ende des Jahres 2022 ein „NBS-post-2020-Diskussionspapier“ vorliegen soll. Im Anschluss, ab Anfang 2023 ist ein öffentliches Beteiligungsverfahren zum „NBS-post-2020-Diskussionspapier“ geplant. Dieses beinhaltet neben einer Online-Konsultation (Umfrage, Textkonsultation, Stellungnahmen) auch ausgewählte Workshops mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteursgruppen (Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Wirtschaft, Jugend, …) sowie eine Beteiligung der Bundesländer zum Entwurf der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. 

Die Ressortabstimmung des finalisierten „NBS-post-2020-Gesamtentwurfes“ soll erst nach der CBD COP 15 und dem Vorliegen des neuen Globalen Biodiversitätsrahmens (GBF) erfolgen. Voraussichtlich wird der Strategie-Gesamtentwurf der neuen Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt im Februar 2023 in die Ressortabstimmung gehen und im Frühsommer 2023 veröffentlicht.

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